Monat: Dezember 2016

Mein erstes Weihnachten

Mini_LabelIch weiß zwar, dass Papa die Augen verdreht, wenn ich das sage, aber: Weihnachten ist purer Stress. Echt mal. Das habe ich an dem Vormittag gelernt, als wir zu Oma und Opa gefahren sind. Papa und Mama stellen das so hin, als wäre ich für einen guten Teil des Stress verantwortlich, aber ich glaube die sind nur neidisch, dass sie nicht so viele Sachen haben wie ich.

Der nächste Tag war dann total aufregend. Ich habe mit Oma und Opa gespielt, wir haben die Uroma besucht und ich habe fast gar nicht geschlafen! Deshalb weiß ich auch nicht so genau, was abends passiert ist, denn sie haben mich ganz früh ins Bett gebracht. Dabei habe ich geschrien “Ich will erst Geschenke!”, aber das haben die wohl irgendwie falsch interpretiert.

Als ich am nächsten Tag das Wohnzimmer betreten habe, da waren alle Geschenke schon ausgepackt. Außer Meine natürlich, die haben sie gnädigerweise verschont, wenn sie schon nicht auf mich warten können, die Gierlappen. Dass es neue Sachen für mich in lustigem, buntem Papier gibt, das war überhaupt neu. Ich kenne ja schon neue Sachen in Plastiktüten und neue Sachen aus Paketen, die ein fremder Mann immer dann an die Tür bringt, wenn Mama mich gerade zum Schlafen gebracht hat. Aber buntes Papier war neu. Und das hat mega Spaß gemacht!

animiertes GIF Baby packt Weihnachtsgeschenk aus

Geschenkewrestling – unbesiegbarer Champion Mini “The Unwrapper”

Bekommen habe ich: einen neuen Schlafsack, ein Babysmartphone, das lustige Geräusche macht (nur ist wohl noch keine SIM-Karte drin, denn es ruft mich keiner an), eine Stoffpuppe und ein lustiges Hängesielchen, in dem ich vom Türrahmen bouncen kann! Das führe ich euch alles die Tage noch vor! Was habt ihr oder eure Minis so bekommen?

Driving home for Christmas oder: Vor’m Christkind kommt der Endgegner

Ich weiß jetzt, was es bedeutet, mit Kind und Kegel – genauer gesagt Kind und Frau, keine Ahnung, warum man Kegel sagt – in die Weihnachtsferien zu fahren. Unser heutiger Vormittag hätte auch das Filmskript für eine kitschige amerikanische Weihnachtskomödie sein können. So in Richtung Chevy Chase packt den Riesenkombi voll, natürlich unter Mitnahme aller denkbaren Widrigkeiten. Wir waren so ein Klischee während den arbeitsreichen Stunden zwischen 5 Uhr morgens und 13 Uhr, dass es schon wieder witzig war. Bevor jetzt ein falsches Bild entsteht: Wir haben natürlich nicht acht Stunden zum Beladen des Autos gebraucht. Das Konzept war ganz einfach: den Vormittag des 23.12., meinem ersten Urlaubstag, wollten wir ganz entspannt für sämtliche Reisevorbereitungen nutzen und einfach irgendwann um Mittag herum losfahren, wenn wir eben fertig sind. Vom Prinzip her hat das auch genau so geklappt, Mum und ich hätten nur nicht gedacht, dass es so anstrengend werden würde. Und Mini dachte wohl nicht, dass sie dabei so wenig hilfreich sein würde. Sie hat sich nämlich wirklich Mühe gegeben, durch penetrante Schrei- und Zetergeräusche, von ihrem Aussichtspunkt aus die Abläufe zu beschleunigen. Woher soll sie auch wissen, dass sie sich dabei auf der falschen Seite der feinen Linie zwischen helfen und nerven befand.

Weihnachtsferien heißt in diesem Fall, für gerade mal vier Tage zu den Schwiegereltern ins Nachbarland Meck-Pomm an die Ostsee zu fahren. Das ergibt zwar ein paar Kilo weniger Gepäck zum Schleppen, als bei einer richtigen Ferienreise, aber der Vorbereitungs- und Packaufwand ist der Gleiche. Der Optimist in mir schätzte die voraussichtliche Abfahrtszeit auf 11 Uhr, schlechtestenfalls 12 Uhr. Er erwartete einen easygoing Vormittag mit einem bisschen Kind anziehen hier, einem bisschen packen da, ein paar Gängen in die Tiefgarage und einem entspanntes Frühstück irgendwo dazwischen. Schließlich würden wir riesig viel Zeit haben, da der Tag lange vor Sonnenaufgang beginnen würde, wenn der Hahn – beziehungsweise das Küken – zum Morgenappell kräht.
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