Monat: Februar 2017

Das Gegenteil von planmäßig II (Anekdote aus dem Vaterleben)

Wie es sich für eine guten Teil II gehört, ist die Story kein Resteessen aus Teil I mit extremeren Effekten, sondern eine echte Fortführung des Geschehens. Ehrlich gesagt wäre es mir deutlich lieber, wenn dies hier ein Resteessen wäre. Denn auf die neue Wendung nach diesem ersten Teil der Anekdote hätte ich gut verzichten können. Ich hatte mich ja nun schon ein bisschen auf die Babywelt Messe gefreut, weil ich mir dachte, ich nutze den Besuch ein bisschen fürs Blog-Promoten, werde schön Instagramen und Twittern von dort, vielleicht ergeben sich interessante Kooperationen für Produktvorstellungen, Linktausch, Likes, Gegen-Likes, Erwähnungen und so weiter. Überhaupt wäre es garantiert ein netter Tag geworden, denn alleine Mini ist ja immer ganz aus dem Häuschen, wenn es viel zu gucken gibt und alles ganz aufregend ist.
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Das Gegenteil von planmäßig (Anekdote aus dem Vaterleben)

Es ist Samstag. Mum, Mini und ich machen einen Familiennachmittag in der Stadt. Eigentlich war für heute ein lange geplantes Familiendate inkl. kleinem Babyshooting angesetzt gewesen. Das wurde jedoch am Vortag abgesagt. Noch viel eigentlicher hätte ich heute die “Hanse-Spirit” besucht, eine Spirituosen-Messe für Endverbraucher. Wäre da nicht das Familiendate bereits im Kalender gewesen. Das ja nun abgesagt worden war und das Schuld daran trägt, dass ich die Messe komplett aus den Augen und aus dem Sinn verloren habe. Erst jetzt werde ich wieder daran erinnert, als unser Spaziergang von der Innenstadt in Richtung Sternschanze an den Messehallen vorbeiführt. Da packt mich jetzt schon ein bisschen Sehnsucht und Wehmut, wie wir so mit dem Kinderwagen an den ganzen schlangestehenden Männern (ja, doch wohl sehr genderspezifisch, die Sache) vorbeicruisen. Das wäre sicher ein großer Verkostungs- und Fachsimpel-Spaß geworden. Naja, ist halt jetzt so.

Es ist Sonntag und es kommen andere Freunde zu uns zu Besuch. (Der Grund, weshalb die Hanse Spirit auch heute nicht drin gewesen wäre.) Die erwarten in wenigen Wochen ihr erstes Kind. Wir haben einen sehr schönen Nachmittag bei Speis und Trank und Klönschnack und sie nehmen uns einen ganzen Kofferraum voll Miniklamöttchen und Erstausstattung ab. Und dann komme ich plötzlich wie durch ein Wunder doch noch zu einem Messebesuch. Allerdings auf eine ganz andere. Die heißt “Babywelt – die Messe rund um ihr Kind” und findet kommendes Wochenende statt. Ich habe auch keine Chance, mich davor zu drücken, weil sie uns ein for-free-Ticket überlassen haben, das sie selbst nicht mehr nutzen können. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Vielleicht baut man dort ja für die Väter in irgendeiner Ecke die Reste der Hanse-Spirit auf…

Equipment-Check #1: die Babywippe

BabywippeEine Babywippe hatten wir zuerst gar nicht auf dem Zettel. Wir wussten überhaupt nichts von der Existenz dieses Produkts. Ob uns die Anschaffung dann von Freunden empfohlen wurde oder ob Mum selber darauf gestoßen ist, kann ich nicht mehr sagen. Auf jeden Fall war Mini bereits ein paar Wochen auf der Welt, als wir uns nachträglich entschlossen haben, eine zu kaufen. Der Grund: Wir vermissten etwas, um Mini einfach flexibel in der Wohnung dorthin mitzunehmen, wo wir uns gerade aufhielten. Der Stubenwagen war dafür zu sperrig und darin liegend konnte sie auch nicht richtig beobachten, war nicht wirklich “dabei”. Ein Tragetuch wiederum schränkt einen sehr in der Bewegungsfreiheit ein und wirklich sehen kann Mini darin auch nichts. Deshalb: Eine handliche, bequeme Babywippe musste her. Wir dachten, wir probieren es mal aus und falls sie nix taugt verkaufen wir sie eben wieder. Der Deal über ebay Kleinanzeigen klappte sehr spontan und wir waren schon bei den Verkäufern vor Ort von der Wertigkeit des Teils angetan. Zuhause hat sich die Babywippe dann von Minute eins an bewährt.

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Erstausstattung fürs Baby: Tipps und Erfahrungsberichte

Die Liste für die Erstausstattung fürs Baby, die man sich vor der Geburt anlegt, ist lang. Auch gnadenlos, denn sie wird nicht kürzer. Hat man den Kinderwagen, den Stubenwagen, die Babyschale fürs Auto (kurz: Maxicosi), Tragegurt/-tuch, einen Stapel Strampler, eine Tonne Windeln in Größe “bis 4 Kilo” plus entsprechendes Wickeltischzubehör, den Wickeltisch selbst, das Babyphon, die Babybadewanne und diverse weitere Essentials auf Halde, kommt die Überraschung: Die Liste hat sich für jede gestrichene Position um zwei neue Positionen verlängert. Eine Shopping-Hydra könnte man sagen.

Einer der Grund dafür: Es gibt immer noch etwas, was man nicht besitzt. Man kann ja schlecht alles besitzen. Aber das scheint der erklärte Zielzustand zu sein. Von so Vielem hört man, das sei “total praktisch” oder “empfehlenswert” oder “sicherer”… hier kommt der zweite Punkt für die Gnadenlosigkeit der Erstaustattungsliste ins Spiel: Wir Eltern selbst. WIr sind so unglaublich leicht zu verängstigen und zu verführen. “Ach ist das niedlich, das nehm ich mit.” Ich will jetzt keine Geschlechterklischees eröffnen – außer, dass ich es ein kleines Bisschen doch will – wenn ich sage: Vor allem die werdenden oder die soeben gewordenen Mütter sind ganz schlecht in der Disziplin “widerstehen”. Das macht aber nichts. Die dürfen das. Denn erstens werden wir Männer Muttergefühle naturgemäß niemals gänzlich nachvollziehen können und zweitens haben die Mütter neun Monate lang Känguruh gespielt, worauf dann mindestens ein Jahr lang Milchbar spielen folgt. Deshalb, liebe Männerkollegen, nehmt euch diesen Rat zu Herzen: Was auch immer die (werdende) Mutter eures Babys für das Kleine kauft, es ist grundsätzlich “süß” oder “absolut sinnvoll”, oft beides, aber in jedem Fall “ein toller Kauf”. Das ist kein fehlendes Rückgrat eurerseits, sondern die hohe Kunst der Diplomatie.
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