Das Kind liegt trocken,
das Kind liegt warm;
die Eltern sind jetzt bitteram.

Tschuldigung, der musste raus. Ich habe noch keinen Blogartikel mit einem Gedicht begonnen und ich habe auch schon seit Äonen kein Semikolon mehr benutzt. Jetzt gehts mir besser.

Weniger wie Poesie, sondern mehr wie ein Biss mit spitzen Milchzähnchen kam unsere aktuelle Nebenkostenabrechnung daher. Es kam schon vor, dass man mal ein bisschen was nachzahlen musste, öfter aber kam es vor, dass man was erstattet bekam. Nun war das vergangene Jahr ja unser erstes mit Baby und klar haben wir mehr geheizt und wir haben auch definitiv mehr Wasser verbraucht als vorher. Wenn die Räume im Winter gerade warm genug waren, so dass Kindchen auf Fußbodenhöhe muckelig zumute ist, dann waren wir längst in T-Shirts. Wasch- und Spülmaschine laufen viel häufiger und wir duschen öfter, weil man mit Kind immer am Schwitzen ist. Andauernd am Schwitzen. Ein strenger Blick des Kindes reicht manchmal schon für nassen Rücken …

Dass die NK-Vorauszahlung nicht ganz reichen würde, dachten wir uns also schon. Doch dass wir über 400 EUR zusätzlich verbrannt haben sollen, um es Mini auf unseren bescheidenen 80 qm gemütlich zu machen, war dann doch mehr als ich glauben konnte. Ich dachte, da stecken komische Umlage-Posten mit drin, gegen die ich protestieren kann. Ich habe informationshalber mal unsere nette Vermieterin angerufen, doch was soll ich sagen: Es sind nur Heizung und Warmwasser/Abwasser. Und ein bisschen auch die Grundsteuer. Ihr findet das noch nicht beunruhigend? Einen hab ich noch: Das war ja nur die NK-Abrechnung für 2016. Und Mini kam erst im Juni zur Welt. Die Nebenkosten für 2017 werden ein GANZES von Mini’s Lebensjahren beinhalten. Habe ich erwähnt, dass der Stromabschlag auch längst angehoben wurde?

Ach komm, weil heute #FreakyFriday ist, schließe ich mit einem Bibelzitat: “Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.” Danke, Mini. Du machst uns seelig.

#AllesfürsKind