Autor: Dad (Seite 1 von 6)

Projekt zweites Kind – alles auf Anfang

Wer uns auch auf Instagram folgt, der weiß es längst, denn da sorgt Mum für regelmäßig frischen Content. Alle Blog-Leser und Twitter-Follower wissen es spätestens jetzt: In nichtmal mehr drei Monaten wird Mini die große Schwester eines kleinen Bruders sein. Ein Geschwisterchen für sie, das musste einfach sein – obwohl das nicht schon immer eine so klare Sache war. Wir haben es ziemlich lange reifen lassen, bis wir uns sicher waren, dass wir da tatsächlich nochmal durch wollen. So etwa eineinhalb Jahre lang. Wir wissen ja, auf was wir uns einlassen – und wissen es doch nicht so wirklich, bis es soweit sein wird. Aber hey, wir sind dann drei gegen eins, was soll schon passieren.

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Zwei Jahre Ausnahmezustand

Den Artikel zu Minis erstem Geburtstag hatte ich letztes Jahr gerade noch last Minute hinbekommen. Dieses Jahr nicht, denn dieses Jahr waren der Geburtstag und die Tage drumherum  gesundheitlicher Ausnahmezustand. Normalerweise muss man sich ja NACH der Party auskurieren, aber wir waren halt schon VOR dem Feiern schon krank.

Was man so Geburtstag nennt

Meinerselbst wurde von einer absolut apokalyptischen Halsentzündung geplagt, während Mini fieberte, schnupfte und Ohrenweh hatte. Reingefeiert haben wir trotzdem, in der Form, dass um Mitternacht herum alle mehr oder weniger wach waren, weil Mini bei uns im Bett unruhig schlief, ständig aufwachte und sich mit „Aua-aua“ ans linke Ohr fasste. Ihren zweiten Geburtstag, begann sie denn auch im Kinderkankenhaus in der Notdienst-Sprechstunde (es war ein Samstag). Die Diagnose war eindeutig: wie vermutet, eine Mittelohrentzündung. Und die hatte bereits das Trommelfell durchbrochen. Dafür war das „Aua!“ aber sehr verhalten. Immerhin ist das wohl recht normal und sogar positiv bei Mittelohrentzündung, weil der Druck dadurch verschwindet, und damit auch der Schmerz. Das Trommelfell verheilt innerhalb weniger Tage wieder ohne bleibende Schäden.

Minis Geburtsmonat scheint nicht gerade ihr Gesundheitsmonat zu sein. Letztes Jahr war richtig Ausnahmezustand, als eine Lungenentzündung ihren Geburtstag nur knapp verfehlt hatte. Wir bessern uns also von Jahr zu Jahr – vielleicht wird es im Nächsten nur ein kleiner Schnupfen?
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Familienurlaub 2018, Teil II: Eine Woche auf dem Bauernhof

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

In Teil 1 meiner diesjährigen Familienurlaub-Serie hatte ich es ja bereits schamlos gespoilert, denn es war schon in trockenen Tüchern: Unser erster Familienurlaub 2018 führt uns auf einen Bauernhof in der Lüneburger Heide. Die Regel mit dem Spannungsbogen beim Textaufbau missachte ich jetzt komplett, denn ich muss es loswerden: Wir haben dieses Mal alles richtig gemacht! Wir glaubten, es würde automatisch ein entspannter Urlaub, wenn das Kind ausgelastet und damit ausgeglichen ist – und hatten Recht. Zudem hat sich unsere Ahnung bestätigt, dass auch wir Eltern einen echten Bauernhofurlaub mit ohne Zivilisation, dafür mit viel Stallgeruch, abfeiern werden. Die Woche war einfach wunderschön. In jedem Punkt.

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Momentaufnahme: An manchen Tagen wünsche ich, ich wär mein Hund

Wir haben keinen Hund, aber falls Liedermacherfans unter meinen Lesern sind, werden diese jetzt wissend nicken. Für die ganz jungen Eltern unter euch: „Liedermacher“ ist der Oldschool-Begriff für Singer-Songwriter und bezeichnet deutsche Singer-Songwriter der Nachkriegsgeneration. Reinhard Mey ist einer der Bekanntesten dieses Genres und meine Mum, also Mini’s Oma väterlicherseits, ist ein großer Fan von ihm. Daher kenne ich einige seiner Lieder und der Mann kann nunmal auf eine perfekte Art und Weise den alltäglichen Wahnsinn des Lebens in Liedzeilen destillieren, wie nicht viele andere. „An manchen Tagen wünsche ich, ich wär mein Hund“ ist ein Lied über Tage, die einfach von Anfang an im Arsch sind. Mey drückt es subtiler aus, aber auf subtil ist heute geschissen. Wer jetzt nach diesen letzten zwei Sätzen denkt „Der flucht aber viel“, der hätte unsere kleine Irrenanstalt hier mal durch den Tag begleiten sollen. Da war auch nichts subtil. Außer dem Glücksgefühl vielleicht. Zwar sind wir natürlich selbst an Tagen wie dem heutigen glücklich, eine Familie zu sein. Ich bin glücklich, meine Frau meine Frau nennen zu dürfen, ich bin glücklich, Mini meine Tochter nennen zu dürfen und ich bin mir sicher, es geht den beiden umgekehrt sowie gegenseitig genauso.

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„Gehts auch mal ohne Drama?“

Sprach Mum kürzlich in der Küche, während sie die laut aufheulende Mini vom Boden auflas und auf den Arm nahm. Was der Anlass für den Heulausbruch war, weiß ich schon gar nicht mehr – es gibt so viele Anlässe. Ich weiß nur noch, dass es mal wieder nicht nach little Miss‘ Kopf ging.

Vorsicht Spoiler! Die Antwort auf Mum’s Frage lautet: Nein. Es war eine rein Rethorische und ich wusste sofort, dass dies die Überschrift meines nächsten Blogartikels werden würde. Es geht um die Trotzphase und die damit einhergehenden spontanen Wutattacken, die unseren kleinen Brüllwürfel derzeit häufig heimsuchen. Die Trotzphase birgt zwar eine Menge Überraschungen, doch auf eines kann man sich verlassen: Geschrien wird immer. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, glaubt man nicht, welch triviale Handlungen – oder Unterlassungen – eruptionsartige Wutausbrüche auslösen können. Man hat keine Chance, es zu vermeiden.

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Nachsitzen mit Strafarbeit: Flüge vergleichen

Heute gehen wir seit langem mal wieder komplett Offtopic. Ich muss mich mal eben konstruktiv aufregen. Wie ihr aus meinem letzten Artikel wisst, habe ich mich gerade intensiv mit dem Thema Familienurlaub auseinandergesetzt. Was mich dieses Mal wirklich den letzten Nerv gekostet hat, war die Flugsuche. Ich spoilere mal den Teil II meiner „Familienurlaub 2018“-Serie: Es geht darum, von Hamburg nach Südfrankreich zu fliegen. Was als Direktflug anscheinend nur mit easyjet möglich ist, an nicht allen Wochenentagen und zu teilweise beschissenen Zeiten. Wir leben tatsächlich in Hör- und Sichtweite eines Großstadtflughafens, der den gesamten französischen Süden nur mit dieser einen Verbindung als Direktverbindung bedient. Die Suche nach in Sachen Flugzeiten und Reisedauer halbwegs familienfreundlichen Alternativen führte mich zu den großen Markenfluglinien, bei denen das Ticket gern mal so viel kostet wie ein Flugzeug. Es war eine echte Strafarbeit. Hätte mir ne Sauerstoffmaske über dem Schreibtisch gewünscht.

Flüge suchen schwer gemacht

Findet eigentlich noch jemand außer mir, dass die Flugsuche, beziehungsweise Flugpreise vergleichen, eine absolut fürchterlich disfunktionale Angelegenheit ist? Die laut Fernsehwerbung ach so einfache schnelle Flugsuche ist in Wirklichkeit ein scheiß Alptraum, finde ich. Ich habe sie alle benutzt: fluege, momondo, expedia, swoodoo, opodo, kiwi – kannste in die Tonne treten, alle zusammen in eine. Unzureichend berücksichtigte Suchvorgaben und vieldeutige Preisangaben in den Ergebnissen machen die Sache langwierig und umständlich. Keines dieser Suchportale lieferte mir das, was sie eigentlich versprechen: übersichtliche, schnelle Flugsuche und erst recht nicht den günstigsten Flug!

Der falsche Preis

Korrigiert mich, aber nach meiner Definition ist das günstigste Angebot jenes, das mich am wenigsten Geld kostet. Wie die das definieren, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass es mich bei einer Plattform ca. 50 Euro mehr gekostet hätte, den Flug über die Plattform zu buchen, anstatt auf der Airline-Website direkt. Der Grund: Günstiger ist der Flug über die Platform nur, wenn ich die Bezahlung mit deren todesdämlicher Promotion-Kreditkarte vornehme, also eine „Mopodopedia VISA Prepaid deluxe“ oder so. Ja, Prepaid, das ist tatsächlich die Kartenart gewesen. Wer will schon sowas? In diesem Falle wären 90 Euro Rabatt abgezogen worden und nur so wäre der Preis günstig gewesen. Natürlich ist DAS der Preis, der in den Suchergebnissen präsentiert wird, weil diese nichtsnutzige Karte per Default als Zahlungsmittel eingestellt ist. Natürlich hätte ich das Zahlungsmittel in den Suchparametern vorab ändern können, wäre mir das Problem bewusst gewesen, aber: Wie viele blöde Parameter soll ich denn noch ändern?

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Familienurlaub 2018, Teil I: neues Jahr, neue Herausforderungen

Schon seit Jahresbeginn liegt das Thema Familienurlaub 2018 in der Luft und zieht seine Kondensstreifen durch unsere Köpfe. Wir planen schon früh, weil die Zeitfenster für die Urlaube bereits feststehen, Flüge nicht billiger und Unterkünfte nicht zahlreicher werden – und weil wir mit Kleinkind einfach bei weitem nicht mehr so flexibel sind, wie früher. Das gilt für die Art und Lage der Unterkunft, für die Flugzeiten und auch für die Art von Urlaub. Wir geben uns lieber eine Menge Vorlaufzeit, um uns zu überlegen, wie wir maximale Entspannung rauszuholen. Das ist nämlich Prio 1: Entspannung. Muss. Sein.

Dabei haben wir noch keine Ahnung, wohin es gehen könnte. Bis jetzt wissen wir nur, dass wir eine Woche im Frühjahr und zwei Wochen im Hochsommer haben. Und dass wir gerne an ein Meer wollen, das nicht die Ost- oder Nordsee ist – oder das schwäbische Meer.

Die Voraussetzungen unseres Irland-Urlaubs im vergangenen Jahr gelten nicht mehr, denn Mini ist jetzt viel größer, schwerer, hat durch das Laufen einen viel größeren Aktionsradius und durch ihre Entwicklung überhaupt ganz andere Ansprüche an artgerechte Haltung. Stadt erkunden, shoppen, wandern – die Reise könnten wir in der Form heute mit ihr nicht mehr machen.

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Equipment-Check #3: das Babyphone

Babyphones gibt es ja wirklich in allen Preislagen, vom Preis einer CD bis weit ins Dreistellige. Die haben dann Video-Überwachung und allen Schnickschnack, wovon wir überhaupt keine Fans sind. Mum und ich sind uns zum Glück darin einig, dass es ein eindeutiges Zuviel an Sicherheitsbedürfnis gibt, wo es in einen Wahn ausartet (ich sag‘ nur Angelcare Matratzensensor … hört mir auf). Deshalb galt für unsere Babyphone-Suche, dass es nur wenige, wichtige Funktionen braucht und den Basis-Job zuverlässig erledigen muss.

Unsere Kriterien für die Babyphone-Auswahl waren:

  • Eine Möglichst große Reichweite, damit es nicht nur in unserer Wohnung, sondern auch quer übers Grundstück der Großeltern zuverlässig funkt.
  • Beide Teile müssen Batteriebetrieb zulassen, damit man es ganz flexibel einsetzen kann
  • Warnen bei niedrigem Batteriestand
  • Optische Geräuschanzeige, wenn man es mal in ganz leiser oder in sehr lauter Umgebung verwenden will.

Der Auswahlprozess war, wie ihr euch vorstellen könnt, schwierig, denn die Anzahl der Produkte riesig, ebenso wie die der Kundenbewertungen. Sehr geholfen hat mir neben Kundenbewertungen die Testeite babyphone-test.de. Auch Stiftung Warentest und chip.de sind lohnenswerte Rechercheseiten, erstere halt kostenpflichtig. Bei den billigen Produkten bin ich immer skeptisch, denn die Binsenweisheit „Wer billig kauft, kauft zweimal“ hat schon einen wahren Kern, auch wenn es immer Ausnahmen der Regel gibt. Meist hatten die ganz günstigen sowieso nur sehr rudimentäre Ausstattung, was uns eher in den mittleren Preisbereich zwischen 40 und 70 EUR lotste. Unsere Wahl des NUK „Eco Control“ war schließlich das Ergebnis aus positiven Testberichten, Nutzerbewertungen und einem akzenptablen Preis.

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Das Pippi-Desaster

Mini_LabelHallooo! Ihr werdet es nicht glauben, was Mama neulich gebracht hat. So fies war sie noch nie zu mir!

Ich habe vor Kurzem ein tolles, pinkes Töpfchen bekommen. Ich muss das wohl mal erwähnt haben, dass ich mich da in der KiTa gerne draufsetze, und schwubbs, schon hab ich zuhause ein Eigenes stehen. Wenn das mal immer so klappen würde mit Sachen, die ich fordere! Egal, Mama hat sich seitdem immer gefreut, wenn ich „Pippi“ gesagt habe. Dann hat sie mich aufs Töpfchen gesetzt und mich erwartungsvoll angeguckt. ABER WER KANN DEN BITTE WENN EINER GUCKT!? Mir macht das aber Spaß, da drauf zu sitzen, besonders, wenn man Lesestoff gereicht bekommt. Astreine Toilettenkultur.

Töpfchen und KinderbuchLetztens, während die beiden Großen noch zu Abend gegessen haben, habe ich wieder Pippi angemeldet. Mein Töpfchen samt Lesestoff wurde herbeigeschafft und im Esszimmer aufgestellt. Da saß ich dann und konnte es entspannt laufen lassen, während die Eltern sich unterhalten haben. Mama meinte dann irgendwann: „Na sollen wir mal schauen, ob da was drin ist?“. Und dann ist sie ausgetickt. Sie hat gequietscht und in die Hände geklatscht und mich gelobt. Papa hat auch gelobt. Was hab ich mich gefreut! Wusste gar nicht, dass Pippi so was Tolles ist! Dann haben beide ganz doll gelacht, als ich meinem Pippi zugewunken und „Hallo“ gerufen habe.

Aber jetzt setzt euch hin. Mama trägt links mich und rechts das Töpfchen, geht mit uns ins Badezimmer und… SCHÜTTET DAS TOLLE PIPPI INS KLO! Und wäscht dann das Töpfchen aus, so dass gar kein Pippi mehr da ist! Da bin ICH dann ausgetickt. Ich hab ganz doll weinen müssen und hab immer wieder nach meinem Pippi gerufen – aber das war weg. So ein Jammer. Beide lachen da auch noch über meinen Schmerz!

Wie fies, oder? Warum hat sie das gemacht? Jedenfalls zeig ich denen jetzt, was Enttäuschung ist, und habe seitdem nicht mehr ins Töpfchen gemacht. Dafür warte ich nur auf die nächstbeste Gelegenheit, um mal wieder auf den Teppich zu pinkeln.

Eineinhalb Jahre Mini – Ziegen, Zahlen, Zweiwortsätze

Viele Eltern geben ja das Alter ihres Kindes noch in Monaten an, bis kurz bevor es Abitur macht. Aber das ist für meinen Geschmack schon jetzt, wo Mini etwa 19 Monate als ist, präziser als nötig und außerdem mit zu viel Rechnerei verbunden. Ich war beim Kopfrechenwettbewerb im Mathe-Unterricht stets chancenlos. Eigentlich nicht nur beim Kopfrechnen, bei Mathe war ich generell chancenlos. Wofür ich bis heute der Mathematik die Schuld gebe – weil sie doof ist. Mir fallen mindestens 80 Dutzend Schimpfwörter für Mathe ein, einige davon in drei bis vier Sprachen. Mathe ist eine Schlampe, bitch, saloppe, puta, curva. Das waren sogar fünf. Und das habe ich jetzt nicht vorher schnell gegoogelt. Das ist der Ausgleich zum verkrüppelten Rechenzentrum und den Konzentrationsproblemen, den mir die Natur als Versöhnungsangebot mitgegeben hat: Ich bin so (gekreuzte Finger) mit Sprachen.

Kind spricht

Inwiefern ist das jetzt relevant für meine Leser, readers, lecteurs? Na, ich bin der Dad von Mini, und könnte der kleinen Flitzpiepe alles mögliche vererbt haben. (Hauptsache, nicht meine Haarlinie.) Mit ihren zarten eineinhalb Jahren (okay, 19 Monate wäre kürzer) ist sie so emsig dabei, jeden Tag ein neues Wort aufzuschnappen und sich Neues zu merken, zu malen (kritzeln) und spielen, dass man sich als Eltern schon das Eine oder andere Mal fragt, wo wohl Ihre Talente und / oder Interessen liegen (werden). Sprachbehindert ist sie schonmal nicht. Angefangen mit den ersten konkreten Worten hat sie in etwa mit eineinviertel, was laut meiner Mutter auch mein Plapperalter war. Weiterlesen

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