Kategorie: Gesundheit

Zwei Jahre Ausnahmezustand

Den Artikel zu Minis erstem Geburtstag hatte ich letztes Jahr gerade noch last Minute hinbekommen. Dieses Jahr nicht, denn dieses Jahr waren der Geburtstag und die Tage drumherum  gesundheitlicher Ausnahmezustand. Normalerweise muss man sich ja NACH der Party auskurieren, aber wir waren halt schon VOR dem Feiern schon krank.

Was man so Geburtstag nennt

Meinerselbst wurde von einer absolut apokalyptischen Halsentzündung geplagt, während Mini fieberte, schnupfte und Ohrenweh hatte. Reingefeiert haben wir trotzdem, in der Form, dass um Mitternacht herum alle mehr oder weniger wach waren, weil Mini bei uns im Bett unruhig schlief, ständig aufwachte und sich mit „Aua-aua“ ans linke Ohr fasste. Ihren zweiten Geburtstag, begann sie denn auch im Kinderkankenhaus in der Notdienst-Sprechstunde (es war ein Samstag). Die Diagnose war eindeutig: wie vermutet, eine Mittelohrentzündung. Und die hatte bereits das Trommelfell durchbrochen. Dafür war das „Aua!“ aber sehr verhalten. Immerhin ist das wohl recht normal und sogar positiv bei Mittelohrentzündung, weil der Druck dadurch verschwindet, und damit auch der Schmerz. Das Trommelfell verheilt innerhalb weniger Tage wieder ohne bleibende Schäden.

Minis Geburtsmonat scheint nicht gerade ihr Gesundheitsmonat zu sein. Letztes Jahr war richtig Ausnahmezustand, als eine Lungenentzündung ihren Geburtstag nur knapp verfehlt hatte. Wir bessern uns also von Jahr zu Jahr – vielleicht wird es im Nächsten nur ein kleiner Schnupfen?
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Mini hat Lungenentzündung – willkommen im Ausnahmezustand

Ich sags euch, Eltern sein ist mein härtester Job bisher. Woanders lernste einmal dein Handwerk und dann weißte mehr oder weniger wie es funktioniert. Aber so ein Kind hat regelmäßig etwas vollkommen Neues parat, was einen vor unbekannte Herausforderungen stellt. Jüngstes Beispiel: Ein Ausnahmezustand namens Lungenentzündung, verbunden mit acht Tagen Krankenhaus. Vier Nächte war Mum bei ihr, vier Nächte ich. Das Kind an Kabeln und Schläuchen, Körperfunktionen auf dem Monitor, Eltern auf dem beschissensten Gästebett aller Zeiten, Angst, Schlafmangel. Aber der Reihe nach.

Wie man eine normale Erkältung gemeinsam übersteht wussten wir ja schon. So eine hatte Mini vor drei Wochen mal wieder erwischt. Richtig auskuriert war die irgendwie nie, aber auch kaum noch da. Einige Tage später kam dann plötzlich die Bindehautentzündung in beiden Augen. Das war schonmal was Neues, aber nicht tragisch – auch wenn das Tropfen-in-die-Augen-Tropfen jedes Mal eine an Tragik und Weltschmerz nicht zu überbietende Szene war. Wenn sie nur gewusst hätte, was danach alles auf sie zukommt.

Begleitet wurde die Angelegenheit von einem Auf und Ab an leichtem bis mittlerem Fieber, leichter Mattigkeit und schlechtem Ess- und Trinkverhalten. Wir haben das darauf geschoben, dass sie wahrscheinlich Halsweh hat und keinen Bock zu schlucken – das kannten wir schon. Überhaupt ist man ja bei Krankheit gerne mal etwas apettitloser. Außerdem muss man sich ja nicht gleich die größten Sorgen machen. So ein Baby ist schließlich auch nur ein Mensch.

Die Augen waren innerhalb 24 Stunden wieder okay und wir dachten schon, sie hat jetzt alles mal wieder überstanden. Auch wenn das Fieber nicht ganz verschwinden wollte. Sie war an jenem Mittwoch Nachmittag noch so gut drauf, dass wir zuerst einmal nicht Böses vermuteten, als Richtung Spätnachmittag plötzlich alles schlechter wurde. Weiterlesen

Das Gegenteil von planmäßig II (Anekdote aus dem Vaterleben)

Wie es sich für eine guten Teil II gehört, ist die Story kein Resteessen aus Teil I mit extremeren Effekten, sondern eine echte Fortführung des Geschehens. Ehrlich gesagt wäre es mir deutlich lieber, wenn dies hier ein Resteessen wäre. Denn auf die neue Wendung nach diesem ersten Teil der Anekdote hätte ich gut verzichten können. Ich hatte mich ja nun schon ein bisschen auf die Babywelt Messe gefreut, weil ich mir dachte, ich nutze den Besuch ein bisschen fürs Blog-Promoten, werde schön Instagramen und Twittern von dort, vielleicht ergeben sich interessante Kooperationen für Produktvorstellungen, Linktausch, Likes, Gegen-Likes, Erwähnungen und so weiter. Überhaupt wäre es garantiert ein netter Tag geworden, denn alleine Mini ist ja immer ganz aus dem Häuschen, wenn es viel zu gucken gibt und alles ganz aufregend ist.
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Sie nannten es „Rückbildungsyoga“

Mini_Label(by Mum) Leute, also heute habe ich wieder was erlebt. Ich war unfreiwilligerweise beim Rückbildungsyoga. Hamburg ist echt so ein Pflaster, das gibt bestimmt nur hier, sowas. Okay, ich muss euch das erzählen:

Mum hat mich so gegen 10 Uhr fertiggemacht und in den Kinderwagen gelegt. Ich dachte während der ersten Viertelstunde Rumgeschaukel auch „Yeah, eine Runde spazieren“. Doch dann machte sie irgendwann an einem Gebäude halt, parkte meinen Wagen und hiefte mich ein paar Treppen hoch. Plötzlich war ich mit drei anderen Mums und ihren Frischlingen in einem Raum, in dem sie dann Matten und Sitzkissen auf dem Boden verteilten. Ich wurde auch auf so einer Matte abgelegt und wusste gar nicht was das soll. Ich hab‘ beschlossen erstmal zu heulen. Mum hat mich dann aber hin-und her geschaukelt und den Nucki reingeschoben – dann gings.

Baby auf Yogamatte beim RückbildungsyogaIn der Mitte stand eine nette Frau, sie stellte sich als „Yogalehrerin“ vor. Ich hatte keine Ahnung, was das sein soll, aber plötzlich fingen die Mums an lustige Bewegungen zu machen und ganz laaauuut und tiiieeef zu atmen. Manchmal hatten sie dabei die Augen auf, manchmal zu. Manchmal haben sie das im Stehen gemacht, manchmal im Sitzen und manchmal im Liegen. War echt putzig anzusehen. Weiß gar nicht, warum die bei mir immer lachen, wenn ich mich auf der Spieldecke verausgabe. Irgendwann wurde es mir zu doof und ich bin eingepennt. Eine Stunde später wurde vor dem großen Zusammenpacken noch zehn Minuten lang bei Entspannungsmusik gekuschelt. Das war schööön.

Ich weiß leider immernoch nicht was das alles sollte. Aber Mum sagt, dass sowas total wichtig und gut für sie ist. Naja, dann werde ich sie auch weiter dorthin begleiten. Denn vier weitere Termine folgen wohl noch. Ich frage mich gerade, was eure Mütter denn mit euch so machen. Habt ihr irgendwelche spannenden Tipps? Vielleicht etwas, wo ich auch mal mitmachen darf?

Es wird ein Kaiserschnitt

Was löst diese Aussage bei dir aus? Ein Kopfnicken und die Neugier darauf, wann es soweit ist? Oder ein Kopf-schieflegen und die Frage nach dem Warum?

Heute hatten wir den Vorbereitungstermin im Krankenhaus für den geplanten Kaiserschnitt am 16. Juni. Gestern in einer Woche also. Mann, bin ich aufgeregt! Aber um den Termin geht es hier gar nicht, der war langwierig und langweilig wie die Sau. Dass unsere Mini per Kaiserschnitt auf die Welt kommen wird, steht schon seit der Geburtsanmeldung im Krankenhaus Anfang Mai fest. Eine Verkrümmung von Mum’s Steißbein nach innen ist der Grund. Diese wurde bei ihr schon vor vielen Jahren durch einen Orthopäden festgestellt und seither wusste sie schon, dass das höchstwahrscheinlich im Falle einer Schwangerschaft Kaiserschnitt bedeuten würde. Das Steißbein verengt nämlich den Geburtskanal und auch die Ärzte in der Geburtsklinik prognostizierten, dass somit nicht genug Platz für das Köpfchen auf dem Weg nach draußen sein könnte. „Könnte“ bedeutet, dass es eventuell doch ginge. Das würde sich allerdings erst zeigen, wenn die Geburt bereits im Gange ist. Zwar in einem frühen Stadium der Geburt. Doch auch wenn alles danach aussähe, als fluscht die Sache, müsste man trotzdem damit rechnen, dass das Kind plötzlich doch feststeckt oder sich und die Mutter verletzt bei der Passage durch den Engpass. Dann würde es auf einen Not-Kaiserschnitt hinauslaufen, was absoluut kein guter Start für Kind und Eltern ist. Es hieß auch, es könnte passieren, dass etwas vom Steißknochen abbricht, doch das sei nicht schlimm, das wäre nach vier bis sechs Wochen wieder verheilt. Achso. Ja dann is ja gut. NICHT! Meine Frau und ich waren uns einig, dass die Argumente für eine natürliche Geburt hiermit eindeutig geschlagen waren. Das ist es einfach nicht wert. Mutter und Kind zu gefährden, um dem Kind die Vorzüge einer natürlichen Geburt nicht zu nehmen pervertiert die gute Absicht. Weiterlesen

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