Kategorie: Mini schreibt

Das Pippi-Desaster

Mini_LabelHallooo! Ihr werdet es nicht glauben, was Mama neulich gebracht hat. So fies war sie noch nie zu mir!

Ich habe vor Kurzem ein tolles, pinkes Töpfchen bekommen. Ich muss das wohl mal erwähnt haben, dass ich mich da in der KiTa gerne draufsetze, und schwubbs, schon hab ich zuhause ein Eigenes stehen. Wenn das mal immer so klappen würde mit Sachen, die ich fordere! Egal, Mama hat sich seitdem immer gefreut, wenn ich „Pippi“ gesagt habe. Dann hat sie mich aufs Töpfchen gesetzt und mich erwartungsvoll angeguckt. ABER WER KANN DEN BITTE WENN EINER GUCKT!? Mir macht das aber Spaß, da drauf zu sitzen, besonders, wenn man Lesestoff gereicht bekommt. Astreine Toilettenkultur.

Töpfchen und KinderbuchLetztens, während die beiden Großen noch zu Abend gegessen haben, habe ich wieder Pippi angemeldet. Mein Töpfchen samt Lesestoff wurde herbeigeschafft und im Esszimmer aufgestellt. Da saß ich dann und konnte es entspannt laufen lassen, während die Eltern sich unterhalten haben. Mama meinte dann irgendwann: „Na sollen wir mal schauen, ob da was drin ist?“. Und dann ist sie ausgetickt. Sie hat gequietscht und in die Hände geklatscht und mich gelobt. Papa hat auch gelobt. Was hab ich mich gefreut! Wusste gar nicht, dass Pippi so was Tolles ist! Dann haben beide ganz doll gelacht, als ich meinem Pippi zugewunken und „Hallo“ gerufen habe.

Aber jetzt setzt euch hin. Mama trägt links mich und rechts das Töpfchen, geht mit uns ins Badezimmer und… SCHÜTTET DAS TOLLE PIPPI INS KLO! Und wäscht dann das Töpfchen aus, so dass gar kein Pippi mehr da ist! Da bin ICH dann ausgetickt. Ich hab ganz doll weinen müssen und hab immer wieder nach meinem Pippi gerufen – aber das war weg. So ein Jammer. Beide lachen da auch noch über meinen Schmerz!

Wie fies, oder? Warum hat sie das gemacht? Jedenfalls zeig ich denen jetzt, was Enttäuschung ist, und habe seitdem nicht mehr ins Töpfchen gemacht. Dafür warte ich nur auf die nächstbeste Gelegenheit, um mal wieder auf den Teppich zu pinkeln.

Mein erstes Weihnachten

Mini_LabelIch weiß zwar, dass Papa die Augen verdreht, wenn ich das sage, aber: Weihnachten ist purer Stress. Echt mal. Das habe ich an dem Vormittag gelernt, als wir zu Oma und Opa gefahren sind. Papa und Mama stellen das so hin, als wäre ich für einen guten Teil des Stress verantwortlich, aber ich glaube die sind nur neidisch, dass sie nicht so viele Sachen haben wie ich.

Der nächste Tag war dann total aufregend. Ich habe mit Oma und Opa gespielt, wir haben die Uroma besucht und ich habe fast gar nicht geschlafen! Deshalb weiß ich auch nicht so genau, was abends passiert ist, denn sie haben mich ganz früh ins Bett gebracht. Dabei habe ich geschrien „Ich will erst Geschenke!“, aber das haben die wohl irgendwie falsch interpretiert.

Als ich am nächsten Tag das Wohnzimmer betreten habe, da waren alle Geschenke schon ausgepackt. Außer Meine natürlich, die haben sie gnädigerweise verschont, wenn sie schon nicht auf mich warten können, die Gierlappen. Dass es neue Sachen für mich in lustigem, buntem Papier gibt, das war überhaupt neu. Ich kenne ja schon neue Sachen in Plastiktüten und neue Sachen aus Paketen, die ein fremder Mann immer dann an die Tür bringt, wenn Mama mich gerade zum Schlafen gebracht hat. Aber buntes Papier war neu. Und das hat mega Spaß gemacht!

animiertes GIF Baby packt Weihnachtsgeschenk aus

Geschenkewrestling – unbesiegbarer Champion Mini „The Unwrapper“

Bekommen habe ich: einen neuen Schlafsack, ein Babysmartphone, das lustige Geräusche macht (nur ist wohl noch keine SIM-Karte drin, denn es ruft mich keiner an), eine Stoffpuppe und ein lustiges Hängesielchen, in dem ich vom Türrahmen bouncen kann! Das führe ich euch alles die Tage noch vor! Was habt ihr oder eure Minis so bekommen?

Sie nannten es „Rückbildungsyoga“

Mini_Label(by Mum) Leute, also heute habe ich wieder was erlebt. Ich war unfreiwilligerweise beim Rückbildungsyoga. Hamburg ist echt so ein Pflaster, das gibt bestimmt nur hier, sowas. Okay, ich muss euch das erzählen:

Mum hat mich so gegen 10 Uhr fertiggemacht und in den Kinderwagen gelegt. Ich dachte während der ersten Viertelstunde Rumgeschaukel auch „Yeah, eine Runde spazieren“. Doch dann machte sie irgendwann an einem Gebäude halt, parkte meinen Wagen und hiefte mich ein paar Treppen hoch. Plötzlich war ich mit drei anderen Mums und ihren Frischlingen in einem Raum, in dem sie dann Matten und Sitzkissen auf dem Boden verteilten. Ich wurde auch auf so einer Matte abgelegt und wusste gar nicht was das soll. Ich hab‘ beschlossen erstmal zu heulen. Mum hat mich dann aber hin-und her geschaukelt und den Nucki reingeschoben – dann gings.

Baby auf Yogamatte beim RückbildungsyogaIn der Mitte stand eine nette Frau, sie stellte sich als „Yogalehrerin“ vor. Ich hatte keine Ahnung, was das sein soll, aber plötzlich fingen die Mums an lustige Bewegungen zu machen und ganz laaauuut und tiiieeef zu atmen. Manchmal hatten sie dabei die Augen auf, manchmal zu. Manchmal haben sie das im Stehen gemacht, manchmal im Sitzen und manchmal im Liegen. War echt putzig anzusehen. Weiß gar nicht, warum die bei mir immer lachen, wenn ich mich auf der Spieldecke verausgabe. Irgendwann wurde es mir zu doof und ich bin eingepennt. Eine Stunde später wurde vor dem großen Zusammenpacken noch zehn Minuten lang bei Entspannungsmusik gekuschelt. Das war schööön.

Ich weiß leider immernoch nicht was das alles sollte. Aber Mum sagt, dass sowas total wichtig und gut für sie ist. Naja, dann werde ich sie auch weiter dorthin begleiten. Denn vier weitere Termine folgen wohl noch. Ich frage mich gerade, was eure Mütter denn mit euch so machen. Habt ihr irgendwelche spannenden Tipps? Vielleicht etwas, wo ich auch mal mitmachen darf?

Mini’s Top 5 Tipps an Neugeborene für die ersten Lebenswochen

Mini_LabelMoin Kollegen! Wenn ihr gerade erst aus dem Floatingtank rausgeschlüpft seid, oder schon einige Tage draußen, dann hab ich ein paar heiße Tipps für euch zum Thema Eltern-Handling. Ich bin jetzt volle zehn Wochen im Babybusiness und habe mittlerweile so viel Scheiß gesehen, dass ich heute mal ein bisschen Weisheit weitergeben möchte. Es ist nämlich manchmal nicht einfach mit den Großen. Sie wecken dich mitten im schönsten Tiefschlaf auf, weil sie meinen, du musst was trinken, sie fummeln ewig an dir um, bis mal der Popo wieder trockenliegt und das neue Leibchen sitzt, sie strapazieren deine Nerven, wenn sie nicht kapieren, was du von ihnen willst. Das alles gehört dazu. Allerdings gibt es ein paar einfache Tipps, mit denen ihr die ersten Lebenswochen von eurer Seite aus ein bisschen einfacher gestalten könnt.

Okay, los geht’s mit meinen Tipps:

Tipp 1: Die beiden, die du nicht mehr los wirst, nachdem du deinem gemütlichen Floatingtank tschüß sagen musstest, die nennen sich Eltern. Die beiden sind ab sofort deine direkten Ansprechpartner für alles. Hunger, müde, Windel voll, aua, langweilig oder einfach aggro, sie müssen sich drum kümmern.

Tipp 2: Wenn du irgendwas brauchst, schrei gleich richtig. Nicht erst vorsichtig fragen. Vor allem nachts dauerts nur umso länger, bis du endlich was zu saufen kriegst, wenn du ihnen die Option lässt, weiter zu schlafen. Du wirst sicher den einen oder anderen genervten Blick ertragen müssen, aber die müssen das lernen, dass deine Befehle – und seien sie noch so banal – unverzüglich befolgt werden müssen.

Tipp 3: Kacka und Pipi machen, wenn du eh schon auf dem Wickeltisch liegst. Das erspart dir das erneute Rumgezuzppel auf dem Wickeltisch und überhaupt ein paar Stunden in der vollen Windel, bis es endlich einer merkt. Egal, ob du auf der blanken Wickelunterlage liegst, auf deinem frischen Strampler oder der frischen Windel, lass es kommen. Es gibt erstmal großes Geschrei und lustige Klagelaute von den Eltern, aber am Ende nehmen sie es mit Humor.

Tipp 4: Sei nachsichtig mit ihnen, wenn sie es mal wieder nicht checken, was du brauchst. Es kann dir vor allem in den ersten Wochen passieren, dass sie deine eindeutigen Ansagen nicht verstehen. Zum Beispiel schreist du klar und verständlich „Bring mir was zu saufen!“ und sie fangen an, dich zu windeln, weil sie dich doch „gerade erst“ gefüttert haben. Oder du brüllst „Trag mich rum!“ und die versuchen dich zu füttern. Das wird alles besser, die lernen deine Sprache. Also contenance bewahren, wenn’s mal wieder länger dauert. Übertreibst du es nämlich mit dem Geschrei, dann denken sie noch, du brauchst nen Arzt und dann geht das ziemlich nach hinten los. Dann kriegst du weder Futter noch Schlaf, sondern nen Arztbesuch.

Tipp 5: Wichtigste Regel: Alles, was du machst, ist süß. Habe keine Hemmungen, sie finden (noch) alles an dir süß. Und wenn du es doch mal übertreibst, dann greift die Regel aller Superstars: Lächeln und winken. Lächel sie an, von deinem vollgepischerten Wickeltischchen aus, während sie mit nassen Papiertüchern jonglieren. Lächel sie an, nachdem du auf Papa’s dunklen Lesesessel einen formschönen weißen Kotzfleck gemacht hast. Sie sehen dein Lächeln und verzeihen dir absolut alles. Noch ein bisschen lustig zappeln dazu, das unterstreicht wie hilflos du noch bist und dass du also überhaupt gar nichts dafür kannst.

Das waren meine Top 5. Nicht spektakulär, aber ganz gut zu wissen. Viel machen könnt ihr eh noch nicht, ihr seid total abhängig. Aber Kopf hoch – vorerst natürlich im übertragenen Sinne – wenn ihr erstmal in mein Alter kommt, dann wird die Sache rapide interessanter. Habe ich etwas Essentielles vergessen? Postet hier gerne in den Kommentaren eure eigenen Tipps!

Der Besuch der neuen Dame

Mini_LabelIch glaube, ich habe gelernt, was ein Donnerstag ist. Donnerstag heißt: Eine Dame, die Oma heißt, kommt zu Besuch. Allerdings war sie immernoch da, als wieder Donnerstag war und es kam da auch keine Neue. Also bin ich mir doch nicht so ganz sicher, was Donnerstag ist. Und ich bin mir nicht absolut sicher, was „Oma“ ist. Denn Papa hat sie „Mama“ genannt und meine Mama hat wieder was anderes zu ihr gesagt. Wie viele Mamas hab ich denn jetzt eigentlich und wer genau ist „Oma“? Seit heute ist sie weg, aber ich werde die Beobachtungen wieder aufnehmen, sobald sie wieder auftaucht. Das wird passieren, wenn wieder Donnerstag ist, sagt mir mein Verstand.

Der scheint mir allerdings vom exzessiven Milchgenuss etwas getrübt. Zumindest glaubte ich in den vergangenen zehn Tagen öfters mal, ich sehe nicht richtig. (Was ja de facto der Fall ist, aber ihr wisst was ich meine.) Da hat mein Papa nämlich andauernd so lange gepennt, bis ich schon meine zweite Morgenmilch bekommen habe. Und dann haben Mama und Papa von Oma Essen gemacht bekommen. Dabei dachte ich immer, die beiden sind nur dafür da MIR Essen zu machen. Aber es kommt noch besser. Nachdem sie immer soviel gegessen haben, dass sie danach Geräusche wie ich gemacht haben, haben die beiden schon wieder gepennt – was eigentlich doch alleine MEINE Aufgabe ist hier. Weiterlesen

Mein erster Tag im Hellen

Mini_LabelBin dahaa! Wer nohooch? Endlich kann ich der Welt mal hallo sagen. Hallo Welt! Ich habe schonmal ein Selfie für euch machen lassen. Also seit ich aus meinem gemütlichen, ruhigen, schummerigen Floatingtank rausgeholt wurde komme ich zu gar nichts mehr. Ich weiß noch nicht, wie ich das alles finden soll hier draußen. Aber hier geht eine Menge. Als erstes ein riesen Empfangskomitee, das sich komplett verhüllt hatte, auch mit Tüchern vorm Gesicht und ich dachte schon so „ey stinke ich oder was?“ und hab sie erstmal alle angeschrien. Aber dann haben sie mich direkt Zweien übergeben, die sahen sooo glücklich aus, die konnte ich nicht anschreien. Der eine hat sich als Papa vorgestellt. Ich weiß zwar nicht, was er damit meint, aber ich kenne seine Stimme schon ewig. Der muss schon ziemlich lange Zeit in der Nähe meines Floatingtanks gewesen sein. Ach ja, den Tank habe ich auch endlich mal von außen gesehen, das war der Mensch, der nicht Papa heißt. Der Tank heißt Mama und er ist voll schön! Ich fürchte nur, ich darf da nie wieder rein. Ich werde jetzt immer darauf gelegt. Aber das ist auch toll und ziemlich gemütlich. Und da gibts jetzt auch Getränke. Das ist neu!

neugeborenes Baby

Mag ich das jetzt alles hier draußen? Muss mal nachdenken.

Apropos gemütlich: Ich muss wegknacken. Wach sein ist meeegaa anstrengend. Vielleicht zapfe ich mir noch einen gute-Nach-Drink. Und dann träume ich davon, dass ich auch mal so ein schöner Tank werde.

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