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Familienurlaub 2018, Teil II: Eine Woche auf dem Bauernhof

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

In Teil 1 meiner diesjährigen Familienurlaub-Serie hatte ich es ja bereits schamlos gespoilert, denn es war schon in trockenen Tüchern: Unser erster Familienurlaub 2018 führt uns auf einen Bauernhof in der Lüneburger Heide. Die Regel mit dem Spannungsbogen beim Textaufbau missachte ich jetzt komplett, denn ich muss es loswerden: Wir haben dieses Mal alles richtig gemacht! Wir glaubten, es würde automatisch ein entspannter Urlaub, wenn das Kind ausgelastet und damit ausgeglichen ist – und hatten Recht. Zudem hat sich unsere Ahnung bestätigt, dass auch wir Eltern einen echten Bauernhofurlaub mit ohne Zivilisation, dafür mit viel Stallgeruch, abfeiern werden. Die Woche war einfach wunderschön. In jedem Punkt.

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Momentaufnahme: An manchen Tagen wünsche ich, ich wär mein Hund

Wir haben keinen Hund, aber falls Liedermacherfans unter meinen Lesern sind, werden diese jetzt wissend nicken. Für die ganz jungen Eltern unter euch: „Liedermacher“ ist der Oldschool-Begriff für Singer-Songwriter und bezeichnet deutsche Singer-Songwriter der Nachkriegsgeneration. Reinhard Mey ist einer der Bekanntesten dieses Genres und meine Mum, also Mini’s Oma väterlicherseits, ist ein großer Fan von ihm. Daher kenne ich einige seiner Lieder und der Mann kann nunmal auf eine perfekte Art und Weise den alltäglichen Wahnsinn des Lebens in Liedzeilen destillieren, wie nicht viele andere. „An manchen Tagen wünsche ich, ich wär mein Hund“ ist ein Lied über Tage, die einfach von Anfang an im Arsch sind. Mey drückt es subtiler aus, aber auf subtil ist heute geschissen. Wer jetzt nach diesen letzten zwei Sätzen denkt „Der flucht aber viel“, der hätte unsere kleine Irrenanstalt hier mal durch den Tag begleiten sollen. Da war auch nichts subtil. Außer dem Glücksgefühl vielleicht. Zwar sind wir natürlich selbst an Tagen wie dem heutigen glücklich, eine Familie zu sein. Ich bin glücklich, meine Frau meine Frau nennen zu dürfen, ich bin glücklich, Mini meine Tochter nennen zu dürfen und ich bin mir sicher, es geht den beiden umgekehrt sowie gegenseitig genauso.

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Familienurlaub 2018, Teil I: neues Jahr, neue Herausforderungen

Schon seit Jahresbeginn liegt das Thema Familienurlaub 2018 in der Luft und zieht seine Kondensstreifen durch unsere Köpfe. Wir planen schon früh, weil die Zeitfenster für die Urlaube bereits feststehen, Flüge nicht billiger und Unterkünfte nicht zahlreicher werden – und weil wir mit Kleinkind einfach bei weitem nicht mehr so flexibel sind, wie früher. Das gilt für die Art und Lage der Unterkunft, für die Flugzeiten und auch für die Art von Urlaub. Wir geben uns lieber eine Menge Vorlaufzeit, um uns zu überlegen, wie wir maximale Entspannung rauszuholen. Das ist nämlich Prio 1: Entspannung. Muss. Sein.

Dabei haben wir noch keine Ahnung, wohin es gehen könnte. Bis jetzt wissen wir nur, dass wir eine Woche im Frühjahr und zwei Wochen im Hochsommer haben. Und dass wir gerne an ein Meer wollen, das nicht die Ost- oder Nordsee ist – oder das schwäbische Meer.

Die Voraussetzungen unseres Irland-Urlaubs im vergangenen Jahr gelten nicht mehr, denn Mini ist jetzt viel größer, schwerer, hat durch das Laufen einen viel größeren Aktionsradius und durch ihre Entwicklung überhaupt ganz andere Ansprüche an artgerechte Haltung. Stadt erkunden, shoppen, wandern – die Reise könnten wir in der Form heute mit ihr nicht mehr machen.

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Das Leben der Anderen

Echtes Familienleben VS Social Media Familienleben

„Liebe Gruppe, habt ihr Tipps, damit mein Kind eher durchschläft? Ich kann nicht mehr!“ Aha… Eure Kinder schlafen also von selbst schon seit dem sechsten Monat durch? Wie, deines bringt dir schon seit dem Vierten Monat Frühstück ans Bett? Danke für nichts.

Mann, hab ich der Kleinen heute eine schöne Frühstücksbox gepackt! Trauben, Knabberzeug, Frischkäsebrot, Gurke. Huch, ihr ja auch: selbstgebackener Dinkelmuffin, selbstgemachte, vegane Weingummis, karmagereinigtes Bio-Obst. Garniert mit einem Seitenhieb gegen Fruchtquetschies. Na logisch.

Familienselfie-Time! Neeee lass mal, die Bilder sind alle nix, ich seh kacke aus und überhaupt, wer will denn das sehen? Ach, kuck mal da: Dieser Papa hat das schlafende Päckchen auf der Brust liegen, Mama kuschelt sich an die beiden, keiner hat Stress, keiner nen Fleck auf dem Hemd, keiner schwitzt und die Sonne scheint durchs Wohnzimmerfenster. Oder hier: Eine halbe Brust, jugendfrei gemacht duch den Hinterkopf des daran nuckelnden Babys. Schönen Filter ausgewählt, Hashtag Mutterglück und die Bildunterschrift sagt irgendwas von unendlicher Liebe und größtem Glück. Natürlich, denn wer hat schon Schmerzen oder ist gar dem Schlafentzugswahnsinn nahe.

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Rückblick auf zwei Monate Elternzeit

Vater und Tochter am Meer

Karate-Küken übt den „Kranich-Style“ und macht seinen Meister stolz.

Ich habe das ganz schön gefeiert, als die imaginäre Kirchturmuhr an meinem letzten Arbeitstag vor der Elternzeit 18 Uhr geschlagen hat. Die Aussicht auf volle zwei Monate Urlaub macht schon Laune. Ich nenne es hier absichtlich „Urlaub“, denn arbeitsfreie Zeit, die man mit der Familie verbringt, ist auf jeden Fall eine Art von Urlaub. Wenn auch nicht unbedingt die Art, wo man lange schläft und Müßiggang betreibt und sich körperlich grunderholt. Zudem waren wir zwei Wochen tatsächlich in Urlaub. Für den gilt allerdings auch das aus dem Satz davor. So eine Elternzeit kann harte Arbeit sein, egal wo man sich aufhält. Aber eben schöne harte Arbeit. Der Fairness halber sei noch erwähnt, dass ich nicht zwei Monate lang mit Mini auf mich allein gestellt war, denn für sechs Wochen haben sich unsere Elternzeiten überschnitten.

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Unsere erste Flugreise mit Baby: Mini goes Ireland

Mein letztes Reisethema hier im Blog war unsere Hochzeitsreise nach Kanada. Damals zwar schon mit Kinderwunsch, aber noch ohne Kind und mit nur meiner Verpeiltheit als Handicap im Gepäck. Mittlerweile haben wir unsere erste Reise mit Kind hinter uns und dabei vollkommen neue Herausforderungen gemeistert. Ich wurde nach unserem zehntägigen Stadt-und-Land-Trip nach Irland von einigen Leuten ganz pauschal fragt, wie das so war, das Reisen mit Baby – 11 Monate alt war sie zu dem Zeitpunkt übrigens. Eine legitime Frage, aber eine nicht ganz pauschal zu beantwortende. Ich will es mal so vergleichen: Es ist ein bisschen, wie plötzlich mit Schaufel und Rechen zu essen, nachdem man ein Leben lang an Messer und Gabel gewöhnt war. Wir haben zwar die Art von Urlaub gemacht, wie wir es schon immer mochten, und es war ein total schöner, der uns viel Spaß gemacht hat. Doch war er auch ungleich umständlicher, anstrengender und teurer als sonst. Immerhin hatte die Reisegruppe Hamburg plötzlich eine Mitreisende, die nicht laufen kann, aber trotzdem Bewegungsdrang hat, höchst regelmäßig gefüttert werden will (und zwar nicht mit Pub-Food), die ebenso regelmäßig ein Schläfchen braucht, ständig ins Windelchen macht und eine Menge zusätzliches Gepäck verursacht. Die Airline hat uns den Gefallen getan, uns gleich auf der Hinreise um einen Teil unseres schweren Zusatzgepäcks zu erleichtern. Vielleicht war es auch die Schuld des Hamburger Flughafens, dass von unserem Kinderwagen nur der Sitz in Dublin ankam. Das Chassis ist bis heute verschollen. Doch dieser Geschichte werde ich beizeiten einen eigenen Artikel widmen, wenn sie dann mal abgeschlossen ist. (Das Schadensersatzverfahren läuft noch.)

Hier und heute geht es um die Reise selbst. Es gibt bereits nach dieser ersten Reise im Familienverband eine Menge Erfahrungswerte und Tipps, die ich an frischgebackene, reisewütige Eltern weitergeben kann. Es geht aber nicht nur ums Kind (sorry, Kind), es geht auch um Irland, genauer gesagt Dublin und den Wicklow National Park. Und um Guinness. Aber der Reihe nach.

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#AllesfürsKind (Anekdote aus dem Vaterleben)

Das Kind liegt trocken,
das Kind liegt warm;
die Eltern sind jetzt bitteram.

Tschuldigung, der musste raus. Ich habe noch keinen Blogartikel mit einem Gedicht begonnen und ich habe auch schon seit Äonen kein Semikolon mehr benutzt. Jetzt gehts mir besser.

Weniger wie Poesie, sondern mehr wie ein Biss mit spitzen Milchzähnchen kam unsere aktuelle Nebenkostenabrechnung daher. Es kam schon vor, dass man mal ein bisschen was nachzahlen musste, öfter aber kam es vor, dass man was erstattet bekam. Nun war das vergangene Jahr ja unser erstes mit Baby und klar haben wir mehr geheizt und wir haben auch definitiv mehr Wasser verbraucht als vorher. Wenn die Räume im Winter gerade warm genug waren, so dass Kindchen auf Fußbodenhöhe muckelig zumute ist, dann waren wir längst in T-Shirts. Wasch- und Spülmaschine laufen viel häufiger und wir duschen öfter, weil man mit Kind immer am Schwitzen ist. Andauernd am Schwitzen. Ein strenger Blick des Kindes reicht manchmal schon für nassen Rücken …

Dass die NK-Vorauszahlung nicht ganz reichen würde, dachten wir uns also schon. Doch dass wir über 400 EUR zusätzlich verbrannt haben sollen, um es Mini auf unseren bescheidenen 80 qm gemütlich zu machen, war dann doch mehr als ich glauben konnte. Ich dachte, da stecken komische Umlage-Posten mit drin, gegen die ich protestieren kann. Ich habe informationshalber mal unsere nette Vermieterin angerufen, doch was soll ich sagen: Es sind nur Heizung und Warmwasser/Abwasser. Und ein bisschen auch die Grundsteuer. Ihr findet das noch nicht beunruhigend? Einen hab ich noch: Das war ja nur die NK-Abrechnung für 2016. Und Mini kam erst im Juni zur Welt. Die Nebenkosten für 2017 werden ein GANZES von Mini’s Lebensjahren beinhalten. Habe ich erwähnt, dass der Stromabschlag auch längst angehoben wurde?

Ach komm, weil heute #FreakyFriday ist, schließe ich mit einem Bibelzitat: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ Danke, Mini. Du machst uns seelig.

#AllesfürsKind

Sie nennen es Schub, ich nenne es das Love-Hate-Update

Habe ich schonmal über Entwicklungsschübe geschrieben? Auf jeden Fall schon hier und da im Kontext, aber einen ganzen Artikel habe ich noch keinem von Mini’s Schüben gewidmet. Das hat den Grund, dass noch kein Schub bislang so spektakulär und so stark war, wie ihr derzeitiger. Ich möchte soweit gehen und sagen, wir haben seit zwei Wochen ein anderes Kind. Oder zumindest hat unser Kind ein ziemlich krasses Softwareupdate bekommen.

Da die Verhaltensänderung unmittelbar nach dem Krankenhausaufenthalt begann dachten wir zuerst, dass diese Woche im Krankenhaus mit all den verstörenden Erlebnissen sie mental aus der Bahn geworfen hätte. Und dass sie sich noch von der Krankheit selbst geschwächt und durch den Wind fühlt.

Zuckerbrot und Peitsche

Was nämlich plötzlich ihr Verhalten dominierte – und es immernoch tut – sind schnelle Stimmungsschwankungen und vor allem enorme Ausschläge des Stimmungsbarometers in beide Richtungen, wie wir sie noch überhaupt nicht kannten von ihr. Konkret ist das eine extreme Anhänglichkeit in unser beider Richtung. Sie will andauernd am liebsten auf dem Arm oder dem Schoß sein, sie hat plötzlich begonnen, sich richtig an uns zu kuscheln und aktiv Kuscheleinheiten und Geschmuse einzufordern. Sie klammert sich an unsere Hosenbeine, schmiegt sich an uns und reagiert ganz emfpindlich auf absetzen oder alleine gelassen werden. Wir interpretierten diese neuen Anwandlungen zuerst als Resultat aus der intensiven Zuwendung, die sie 24/7 im Krankenhaus von uns beiden bekommen hatte.

Zum anderen fängt sie wiederum wegen Nichtigkeiten – und manchmal auch ganz ohne erkennbaren Grund – an, loszuheulen. Mal herzzerreißend leidend und mal als ausgewachsenen Wut- und Trotzanfall. Das kann ausgelöst werden durch Nichtbeachten ihrer Majestät, durch das Verbieten von etwas oder wenn sie etwas weggenommen bekommt, durch hochnehmen, obwohl sie sitzen bleiben wollte, und so weiter. Es kommt auch vor, dass sie auf dem Boden hockt, brüllt und mit dem Kopf auf den Boden hämmert. Kein Witz. Da ist der hässlliche Teppich endlich mal von echtem Nutzen. Sonst dienst er nur als Saugschicht für Sabber, Pippi und Essen.

Der Fachmann sagt, das muss so

Wie gesagt, wir kannten Mini so überhaupt nicht. Weder die Kuschelseiten noch die Trotzigkeit in diesem Ausmaß. Wir haben uns tatsächlich ein bisschen Sorgen um ihre Psyche gemacht, bis wir dann auf die Idee gekommen sind, mal das „Hilfe, ich wachse“ Buch aus dem Regal zu holen, das die Entwicklung des Babys im ersten Jahr, nach Lebenswochen gegliedert, beschreibt. Und sieheda. Was da als typisch für den Schub um die 53. Lebenswoche herum aufgezählt wurde, klang wie ein Tagebucheintrag über die letzte Woche in unserem Zuhause. Anscheinend beginnt das Kind in dieser Phase – zu Beginn des zweiten Lebensjahres – sich an Abläufe als Ganzes zu erinnern und Handlungen als Beginn oder Teil eines Ablaufs zu erkennen. Als Beispiel: Wenn ich mit ihr ins Bad gehe und ihre Zahnbürste nehme, dann ist das – laut Buch – kein isoliertes Ereignis mehr, sondern dann weiß sie schon gleich, was als nächstes alles passieren wird: Zahnpasta drauf, dann schrubbelt Papa kurz an den Zähnchen rum, dann kriegt sie die Bürste in die Hand, darf damit Unsinn machen und dann wird der Mund mit dem Handtuch abgewischt.

Allgemein macht das Gehirn des Kindes wohl in nächster Zeit einen enormen Entwicklungsschub durch und wird in in diesem Zuge auch stark an Größe zulegen.

So siehts also aus. Einerseits ist das total schön, wenn sie so kuschelig ist, da wird mir immer ganz warm ums Herz. Andererseits bezahlt man das nicht viel später wieder mit Ausschreitung. Füttern und selber essen ist auch wieder schwieriger geworden, als es mal war. Stillsitzen ist noch ein größeres Problem als es schon immer war. Wenn sie noch nicht satt ist, aber vor Hibbeligkeit das Essen verweigert, dann weiß ich manchmal nicht weiter. Gib ihr ein bisschen Fingerfood, gib ihr nen eigenen Löffel, mach ein bisschen Faxen, nimm sie mal „aus der Situation heraus“ (der Spruch ist schon ein kleiner Running-Gag bei uns daheim). Das alles kann helfen, muss aber nicht. Aber einen Trost gibt es: Es ändert sich alles sowieso bald wieder und ein kleiner Rückschritt in einem Bereich ist bei einem anstehenden Fortschritt ganz normal.

Was habt ihr so für Erfahrungen mit diversen Schüben und deren Nebenwirkungen gemacht?

 

PS: Die Fachwelt sagt übrigens: Sich-selbst-schlagen oder Kopf-auf-den-Boden-schlagen sind Forderungen nach Beachtung. Diese nicht mit Schimpfen oder Hochnehmen honorieren, sondern versuchen, das Kind mit irgendetwas abzulenken.

1 Jahr „We are Family“ – Mini, Mum und Dad feiern Zwölfmonatiges

Is schon soweit? Jetzt schon ein Jahr rum? Kinners und ich hab noch gar nichts vorbereitet. Mum natürlich schon. Die hat für Mini Geschenke gekauft, liebevoll verpackt (damit Mini das damit tun kann, was sie am liebsten tut), einen Geburtstagskuchen gebacken, eine Karte geschrieben und das Esszimmer auch ein wenig dekoriert. Was man halt so macht, damit Mini ihren allerersten Geburtstag (zumindest den ersten ohne Geburt) in wunderschöner Erinnerung behält. Und ich… ich hab noch nicht einmal einen lausigen Blogartikel für sie. Also sitze ich hier am Vorabend der Jubiläumssause und denke über die vergangenen zwölf Lebensmonate unserer kleinen Pupsfrikadelle nach.

Aus einem hilflosen, winzigen, stillen Würmchen ist eine hilflose, stramme, ziemlich laute Randalefee geworden. In regelmäßigen Abständen haben wir uns über eine neue Fähigkeit oder Weiterentwicklung gefreut. Je älter sie wurde, desto häufiger gab es solche Anlässe. Der erste Meilenstein war die Gewichtszunahme nach schwierigen ersten Wochen. Dann hat sie irgendwann plötzlich das erste willkürliche Lächeln gezeigt, was noch viel schöner war, als das süße Engelslächeln über das wir uns jedes Mal gefreut haben. Ich erinnere mich auch noch genau an den Moment, in dem es mir durch zum-Affen-machen am Wickeltisch gelang, ihr das erste richtige Kinderlachen zu entlocken. Da kam Mum ins Zimmer gestürmt: „Wie süüüüß! Wie haste das denn gemacht?“ Tja, da zahlt sichs aus, dass ich früher schon ein Klassenclown war.

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Ein Zeitungsartikel über Elterngeld, ein fassungsloser Dad und seine ausführliche Antwort darauf

Am 15. März erschien in der Süddeutschen Zeitung ein Meinungsartikel zum Thema Elternzeit und Elterngeld mit der Überschrift: Elterngeld ist kein staatlich gesponsertes Urlaubsgeld. Ihre These fasst die Autorin Kerstin Lottritz in der Einleitung zusammen:

„Viele junge Familien nutzen das Geld, um wochenlang zu reisen. Aber Urlaub auf Staatskosten ist unverschämt – und eine vertane Chance obendrein.“

Drei steile Behauptungen in zwei kurzen Sätzen und ein Dad-Blogger, der beim Lesen an dieser Stelle schon erhöhten Puls hatte. Also habe ich weitergelesen, denn auch wenn eine Überschrift erstmal nach hanebüchenem Blödsinn klingt, kann ja der Artikel immernoch gut sein. Eventuell kommen Argumente, an die man selbst nicht dachte, so dass die vermeintlich doofe These plötzlich überraschend logisch wirkt. Leider kam es nicht so. Je länger ich gelesen habe, desto fassungsloser wurde ich darüber, wie eine intelligente Frau, die selbst verheiratete Mutter ist – also genau weiß, wovon sie spricht – dermaßen falsche Behauptungen aufstellen kann.

Falls das jetzt etwas sehr drastisch klingt, sorry dafür. Ich meine es nicht böse, aber ich lass‘ das jetz so. Denn ich meine es so. Ich will gar nicht so tun, als hätte ich die Wahrheit für mich gepachtet. Auch auch meine Sichtweise ist infrage zu stellen. Aber ich habe beschlossen, eine kurze Antwort zu verfassen.

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