Schlagwort: Mini (Seite 1 von 3)

Projekt zweites Kind – alles auf Anfang

Wer uns auch auf Instagram folgt, der weiß es längst, denn da sorgt Mum für regelmäßig frischen Content. Alle Blog-Leser und Twitter-Follower wissen es spätestens jetzt: In nichtmal mehr drei Monaten wird Mini die große Schwester eines kleinen Bruders sein. Ein Geschwisterchen für sie, das musste einfach sein – obwohl das nicht schon immer eine so klare Sache war. Wir haben es ziemlich lange reifen lassen, bis wir uns sicher waren, dass wir da tatsächlich nochmal durch wollen. So etwa eineinhalb Jahre lang. Wir wissen ja, auf was wir uns einlassen – und wissen es doch nicht so wirklich, bis es soweit sein wird. Aber hey, wir sind dann drei gegen eins, was soll schon passieren.

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Familienurlaub 2018, Teil II: Eine Woche auf dem Bauernhof

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

In Teil 1 meiner diesjährigen Familienurlaub-Serie hatte ich es ja bereits schamlos gespoilert, denn es war schon in trockenen Tüchern: Unser erster Familienurlaub 2018 führt uns auf einen Bauernhof in der Lüneburger Heide. Die Regel mit dem Spannungsbogen beim Textaufbau missachte ich jetzt komplett, denn ich muss es loswerden: Wir haben dieses Mal alles richtig gemacht! Wir glaubten, es würde automatisch ein entspannter Urlaub, wenn das Kind ausgelastet und damit ausgeglichen ist – und hatten Recht. Zudem hat sich unsere Ahnung bestätigt, dass auch wir Eltern einen echten Bauernhofurlaub mit ohne Zivilisation, dafür mit viel Stallgeruch, abfeiern werden. Die Woche war einfach wunderschön. In jedem Punkt.

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Momentaufnahme: An manchen Tagen wünsche ich, ich wär mein Hund

Wir haben keinen Hund, aber falls Liedermacherfans unter meinen Lesern sind, werden diese jetzt wissend nicken. Für die ganz jungen Eltern unter euch: „Liedermacher“ ist der Oldschool-Begriff für Singer-Songwriter und bezeichnet deutsche Singer-Songwriter der Nachkriegsgeneration. Reinhard Mey ist einer der Bekanntesten dieses Genres und meine Mum, also Mini’s Oma väterlicherseits, ist ein großer Fan von ihm. Daher kenne ich einige seiner Lieder und der Mann kann nunmal auf eine perfekte Art und Weise den alltäglichen Wahnsinn des Lebens in Liedzeilen destillieren, wie nicht viele andere. „An manchen Tagen wünsche ich, ich wär mein Hund“ ist ein Lied über Tage, die einfach von Anfang an im Arsch sind. Mey drückt es subtiler aus, aber auf subtil ist heute geschissen. Wer jetzt nach diesen letzten zwei Sätzen denkt „Der flucht aber viel“, der hätte unsere kleine Irrenanstalt hier mal durch den Tag begleiten sollen. Da war auch nichts subtil. Außer dem Glücksgefühl vielleicht. Zwar sind wir natürlich selbst an Tagen wie dem heutigen glücklich, eine Familie zu sein. Ich bin glücklich, meine Frau meine Frau nennen zu dürfen, ich bin glücklich, Mini meine Tochter nennen zu dürfen und ich bin mir sicher, es geht den beiden umgekehrt sowie gegenseitig genauso.

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„Gehts auch mal ohne Drama?“

Sprach Mum kürzlich in der Küche, während sie die laut aufheulende Mini vom Boden auflas und auf den Arm nahm. Was der Anlass für den Heulausbruch war, weiß ich schon gar nicht mehr – es gibt so viele Anlässe. Ich weiß nur noch, dass es mal wieder nicht nach little Miss‘ Kopf ging.

Vorsicht Spoiler! Die Antwort auf Mum’s Frage lautet: Nein. Es war eine rein Rethorische und ich wusste sofort, dass dies die Überschrift meines nächsten Blogartikels werden würde. Es geht um die Trotzphase und die damit einhergehenden spontanen Wutattacken, die unseren kleinen Brüllwürfel derzeit häufig heimsuchen. Die Trotzphase birgt zwar eine Menge Überraschungen, doch auf eines kann man sich verlassen: Geschrien wird immer. Wenn man es nicht selbst erlebt hat, glaubt man nicht, welch triviale Handlungen – oder Unterlassungen – eruptionsartige Wutausbrüche auslösen können. Man hat keine Chance, es zu vermeiden.

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Familienurlaub 2018, Teil I: neues Jahr, neue Herausforderungen

Schon seit Jahresbeginn liegt das Thema Familienurlaub 2018 in der Luft und zieht seine Kondensstreifen durch unsere Köpfe. Wir planen schon früh, weil die Zeitfenster für die Urlaube bereits feststehen, Flüge nicht billiger und Unterkünfte nicht zahlreicher werden – und weil wir mit Kleinkind einfach bei weitem nicht mehr so flexibel sind, wie früher. Das gilt für die Art und Lage der Unterkunft, für die Flugzeiten und auch für die Art von Urlaub. Wir geben uns lieber eine Menge Vorlaufzeit, um uns zu überlegen, wie wir maximale Entspannung rauszuholen. Das ist nämlich Prio 1: Entspannung. Muss. Sein.

Dabei haben wir noch keine Ahnung, wohin es gehen könnte. Bis jetzt wissen wir nur, dass wir eine Woche im Frühjahr und zwei Wochen im Hochsommer haben. Und dass wir gerne an ein Meer wollen, das nicht die Ost- oder Nordsee ist – oder das schwäbische Meer.

Die Voraussetzungen unseres Irland-Urlaubs im vergangenen Jahr gelten nicht mehr, denn Mini ist jetzt viel größer, schwerer, hat durch das Laufen einen viel größeren Aktionsradius und durch ihre Entwicklung überhaupt ganz andere Ansprüche an artgerechte Haltung. Stadt erkunden, shoppen, wandern – die Reise könnten wir in der Form heute mit ihr nicht mehr machen.

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Eineinhalb Jahre Mini – Ziegen, Zahlen, Zweiwortsätze

Viele Eltern geben ja das Alter ihres Kindes noch in Monaten an, bis kurz bevor es Abitur macht. Aber das ist für meinen Geschmack schon jetzt, wo Mini etwa 19 Monate als ist, präziser als nötig und außerdem mit zu viel Rechnerei verbunden. Ich war beim Kopfrechenwettbewerb im Mathe-Unterricht stets chancenlos. Eigentlich nicht nur beim Kopfrechnen, bei Mathe war ich generell chancenlos. Wofür ich bis heute der Mathematik die Schuld gebe – weil sie doof ist. Mir fallen mindestens 80 Dutzend Schimpfwörter für Mathe ein, einige davon in drei bis vier Sprachen. Mathe ist eine Schlampe, bitch, saloppe, puta, curva. Das waren sogar fünf. Und das habe ich jetzt nicht vorher schnell gegoogelt. Das ist der Ausgleich zum verkrüppelten Rechenzentrum und den Konzentrationsproblemen, den mir die Natur als Versöhnungsangebot mitgegeben hat: Ich bin so (gekreuzte Finger) mit Sprachen.

Kind spricht

Inwiefern ist das jetzt relevant für meine Leser, readers, lecteurs? Na, ich bin der Dad von Mini, und könnte der kleinen Flitzpiepe alles mögliche vererbt haben. (Hauptsache, nicht meine Haarlinie.) Mit ihren zarten eineinhalb Jahren (okay, 19 Monate wäre kürzer) ist sie so emsig dabei, jeden Tag ein neues Wort aufzuschnappen und sich Neues zu merken, zu malen (kritzeln) und spielen, dass man sich als Eltern schon das Eine oder andere Mal fragt, wo wohl Ihre Talente und / oder Interessen liegen (werden). Sprachbehindert ist sie schonmal nicht. Angefangen mit den ersten konkreten Worten hat sie in etwa mit eineinviertel, was laut meiner Mutter auch mein Plapperalter war. Weiterlesen

Der Tisch-Knigge nach Mini

„Die korrekte Einhaltung der Tischmanieren gelingt am besten dann, wenn man dabei berücksichtigt, dass gute Tischmanieren nicht ein Mittel der Selbstdarstellung sind, sondern den gemeinsamen Verzehr von Speisen für alle Beteiligten zu einem Vergnügen machen sollen, das nicht durch störende Geräusche oder unschöne Anblicke beeinträchtigt werden darf.“
Textauszug von knigge.de

Mahlzeit! Um eines vorab klar zu stellen: Es ist nicht so, dass ich von Mini bei Tisch die Einhaltung der Knigge-Regeln erwarte. Ich mag manchmal seltsam sein, aber blöd bin ich nicht. Es ist nur so, dass Mini es beachtlicherweise schafft, so ziemlich jede einzelne Regel, ja jeden Nebensatz der Knigge Tischmanieren, ins exakte Gegenteil zu verkehren oder aber ganz kreativ umzuinterpretieren. Für einen frechen Gnom von knapp 16 Monaten ist ihr Essverhalten vermutlich vollkommen normal. Doch was in der Welt der Gnome normal ist, kann einem Erwachsenen, der Tag für Tag diese Schimpansenfütterung leiten muss, irgendwann den Glauben an die Gerechtigkeit austreiben.

Schon seit Langem gewöhnen wir Mini ans „normale“ Essen zur langsamen Entwöhnung von Baby-Breis und Müslis. Prinzipiell klappt das auch insoweit, als sie so ziemlich alles isst, was die Vorratskammer hergibt. Nur isst sie manches, was sie gestern noch mochte, heute nicht mehr und es ist schwer zu sagen, was morgen von der heutigen Liste der Lieblingsspeisen gestrichen werden wird. Dazu kommt, dass die Aufnahme nicht-breiförmiger Nahrung so langsam vonstatten geht – weil von so viel Spieltrieb sabotiert – dass es kaum möglich ist, ohne die Breis und Müslis als „Füller“ auszukommen. Sie hört eher auf zu essen, wenn sie keine Lust mehr hat, als wenn sie satt ist.

Je nach Laune und Appetit des Miniaffen kann es vorkommen, dass kaum Essen die Speiseröhre passiert, sondern dass alle Nahrungsmasse, die vor dem Ausspucken einmal kurz Berührung mit der Zunge hatte, sich als Sieger fühlen darf. Sieger einer ganz anderen Kategorie sind jene Nahrungsbrocken, die am weitesten fliegen. Je nach Tagesform von Mutter- und/oder Vatertier kommt es vor, dass diese es wider besseres Wissen persönlich nehmen, an ihrer Methodik zweifeln („Haben wir ihr zu lange zu viel durchgehen lassen?“) oder dem Nachwuchs gar Bösartigkeit unterstellen („So. Bitte. Hasts geschafft. Essen dann beendet, leck mich doch am Arsch.“) und dann geknickt und frustriert sind. (Das Schlimme: Kraftausdrücke muss man mittlerweile wirklich bleiben lassen, denn Mini plappert seit Kurzem immer wieder ganz überraschend einzelne Wörter ohne Einüben nach.)

„In Deutschland befinden sich üblicherweise alle Zutaten zu einem Gang – Fleisch, Kartoffeln, Gemüse, Sauce etc. auf einem Teller. Dies bedeutet aber nicht, dass diese – insbesondere Kartoffeln und die Sauce – zu einer amorphen Masse verarbeitet werden dürfen.“
Textauszug von knigge.de

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Rückblick auf zwei Monate Elternzeit

Vater und Tochter am Meer

Karate-Küken übt den „Kranich-Style“ und macht seinen Meister stolz.

Ich habe das ganz schön gefeiert, als die imaginäre Kirchturmuhr an meinem letzten Arbeitstag vor der Elternzeit 18 Uhr geschlagen hat. Die Aussicht auf volle zwei Monate Urlaub macht schon Laune. Ich nenne es hier absichtlich „Urlaub“, denn arbeitsfreie Zeit, die man mit der Familie verbringt, ist auf jeden Fall eine Art von Urlaub. Wenn auch nicht unbedingt die Art, wo man lange schläft und Müßiggang betreibt und sich körperlich grunderholt. Zudem waren wir zwei Wochen tatsächlich in Urlaub. Für den gilt allerdings auch das aus dem Satz davor. So eine Elternzeit kann harte Arbeit sein, egal wo man sich aufhält. Aber eben schöne harte Arbeit. Der Fairness halber sei noch erwähnt, dass ich nicht zwei Monate lang mit Mini auf mich allein gestellt war, denn für sechs Wochen haben sich unsere Elternzeiten überschnitten.

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Das Projekt Kita-Eingewöhnung (Lass das mal den Papa machen)

Eigentlich saß ich ja dort auf der Polstermatte, um Mini während den ersten Stunden Ihrer Eingewöhnung Sicherheit zu geben. Irgendwie schien es mir aber, als wäre ICH derjenige, der hier erstmal eingewöhnt werden muss. Während Mini sich nämlich, von neugierigen Kleinkindern umringt, pudelwohl zu fühlen schien, kam ich mir vor wie ein Museumsexponat. Ein bisschen auch wie ein Mensch unter Ewoks. Ich war nämlich nach dem neuen Baby plötzlich das Interessanteste im Gruppenraum der „Sonnenkinder“. Da standen sie im Halbkreis um mich herum, die tapsigen kleinen Wesen, guckten mich mit ihren Knopfaugen an, und sagten einfach nichts. Nachdem sich die kleine Gruppe wieder aufgelöst hatte, traf mich immer wieder aus unterschiedlichen Ecken des Raumes ein musternder Blick, ab und zu kam eines der Ewoks her zu mir, um mir irgendein Spielzeug zu zeigen oder um ein Buch mit mir anzugucken, oder einfach nur kurz mein T-Shirt vollzuschnoddern. Vom Exponat bin ich also innerhalb kürzester Zeit zum Hilfserzieher wider Willen befördert worden. Damit meine ich nicht, dass ich das widerwillig gemacht hätte, sondern eher … wie soll ich sagen … Es ist noch nicht allzu lange her, da war ich mir noch unsicher, ob ich überhaupt jemals so ein Kindertyp sein würde. Nun habe ich mich gerade mal an meine Vaterrolle und die neuentdeckten allerweichsten Seiten an mir gewöhnt – und schwupp bin auch schon im nächsthöheren Level.

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#AllesfürsKind (Anekdote aus dem Vaterleben)

Das Kind liegt trocken,
das Kind liegt warm;
die Eltern sind jetzt bitteram.

Tschuldigung, der musste raus. Ich habe noch keinen Blogartikel mit einem Gedicht begonnen und ich habe auch schon seit Äonen kein Semikolon mehr benutzt. Jetzt gehts mir besser.

Weniger wie Poesie, sondern mehr wie ein Biss mit spitzen Milchzähnchen kam unsere aktuelle Nebenkostenabrechnung daher. Es kam schon vor, dass man mal ein bisschen was nachzahlen musste, öfter aber kam es vor, dass man was erstattet bekam. Nun war das vergangene Jahr ja unser erstes mit Baby und klar haben wir mehr geheizt und wir haben auch definitiv mehr Wasser verbraucht als vorher. Wenn die Räume im Winter gerade warm genug waren, so dass Kindchen auf Fußbodenhöhe muckelig zumute ist, dann waren wir längst in T-Shirts. Wasch- und Spülmaschine laufen viel häufiger und wir duschen öfter, weil man mit Kind immer am Schwitzen ist. Andauernd am Schwitzen. Ein strenger Blick des Kindes reicht manchmal schon für nassen Rücken …

Dass die NK-Vorauszahlung nicht ganz reichen würde, dachten wir uns also schon. Doch dass wir über 400 EUR zusätzlich verbrannt haben sollen, um es Mini auf unseren bescheidenen 80 qm gemütlich zu machen, war dann doch mehr als ich glauben konnte. Ich dachte, da stecken komische Umlage-Posten mit drin, gegen die ich protestieren kann. Ich habe informationshalber mal unsere nette Vermieterin angerufen, doch was soll ich sagen: Es sind nur Heizung und Warmwasser/Abwasser. Und ein bisschen auch die Grundsteuer. Ihr findet das noch nicht beunruhigend? Einen hab ich noch: Das war ja nur die NK-Abrechnung für 2016. Und Mini kam erst im Juni zur Welt. Die Nebenkosten für 2017 werden ein GANZES von Mini’s Lebensjahren beinhalten. Habe ich erwähnt, dass der Stromabschlag auch längst angehoben wurde?

Ach komm, weil heute #FreakyFriday ist, schließe ich mit einem Bibelzitat: „Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass ein Reicher in das Reich Gottes gelangt.“ Danke, Mini. Du machst uns seelig.

#AllesfürsKind

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