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Hochzeitsreise, zweiter Teil – Straßen und Strände in VanCity

Wir sitzen im Bus Richtung Downtown und schauen wie kleine Kinder aus dem Fenster. Alles ist toll. Die Kreuzungen, Ampeln, Schilder und Häuser, die aussehen, wie man es aus amerikanischen Spielfilmen kennt. Vancouver, British Columbia, Kanada, nicht nur erster Urlaubstag, sondern Hochzeitsreise – das muss irgendwie noch sacken.

Zum Glück funktioniert die Zeitverschiebung super für uns und wir haben sehr gut geschlafen. Zudem hatte ich den perfekten Morgen.

Honeymoon BreakfastJames und Marianne, die Betreiber des Suite Dreams B&B sind einfach die perfekten Gastgeber. Erstens haben sie auf der Außenterasse unseres Appartements im 1. Stock ihres typisch kanadischen Einfamilienhauses einen Whirlpool (“Hot Tub”) installiert. DER Grund für unsere Buchung dort. Wenn ich aus dem Bett fallen kann, einen Instantkaffee aufgießen und direkt in den Hot Tub sinken und in den blubbernden Fluten meinen Morgenkaffee genießen… oh ja, dann bin ich definitiv im glücklichstmöglichen Stadium meiner Existenz angelangt. Zweitens kochen die beiden das beste Frühstück der Welt. Gefüllte Pancakes, Rührei, Salat, Omelette, Müsli auf Joghurt mit Blaubeeren, O-Saft … alles nicht nur geschmacklich auf Sterneniveau und frisch, sondern auch optisch astrein präsentiert.  Wenn man mich, der ich ein absoluter Morgenzombie bin, um 8:30 Uhr schon so begeistern kann, das heißt was. Ich habe aber auch enorm gut geschlafen in diesem zwei Meter breiten Bett. Das ist gegenüber unserem Einmetervierzigbett zuhause wie ein Straßenkreuzer neben einem VW Polo. Meine Frau war verhalten begeistert davon, denn dieses Superriesenbett “ist soooo groß dass man sich da gar nicht findet. Voll kuschelunfreundlich!”. Ja gut, das ist natürlich ein echter Missstand, aber hab ich erwähnt, dass ich super geschlafen habe?  Genug jetzt vom Aufwachen, wir sind in Vancouver, von Einwohnern und supercoolen Touristen wie uns liebevoll “VanCity”genannt.

VanCity

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Flieger nach Vancouver

Unsere Hochzeitsreise begann mit einer typischen Dad-Aktion. Nach ca. 18 Stunden Reise, davon die letzten neun oder sogar mehr nonstop im Flugzeug, saßen wir im Taxi, das uns zu unserem B&B bringen sollte. Dort wartete der heißersehnte, blubbernde Außen-Whirlpool und ein weiches Bett so groß wie ein Fußballfeld. Nur stand zwischen uns und dem Paradies noch ein Problem: Ich. Ich hab das Buchen übernommen, alle Unterlagen zusammengestellt – und was übersehen. Ich hatte zwar einen Ausdruck dabei, der etwas mit der Buchung zu tun hatte, auf dem aber leider die Adresse nicht stand. Das fiel mir in dem Moment auf, als der Fahrer danach fragte. Aus dem Kopf ließ sich das auch nicht hervorkramen. Irgendwas mit Broadway… hilft nur nicht, in einer Riesenstadt wie Vancouver. Mal eben Googlen geht auch nicht ohne Daten-Roaming.

Der Fahrer war ein älterer, netter, entspannter Typ – zum Glück war es nicht zu erraten, was er wirklich von mir dachte. Er war mittlerweile rechts rangefahren, um bei seiner Zentrale nach Rat zu fragen, denn wie das B&B hieß stand immerhin auf dem Zettel. Leider schien die Zentrale nicht weiter zu kommen mit der Recherche, denn es kam die Rückfrage. „Sicher, dass das in Vancouver ist?“. Mum saß mit einer Mischung aus Fassungslosigkeit und müder Resignation daneben und fragte sich, was manchmal nicht stimmt mit mir. Das musste ich nicht erraten, das sagte mir der Halbsatz „Also manchmal… echt…“ recht deutlich. Weiterlesen

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