Schlagwort: Erstausstattung

Equipment-Check #3: das Babyphone

Babyphones gibt es ja wirklich in allen Preislagen, vom Preis einer CD bis weit ins Dreistellige. Die haben dann Video-Überwachung und allen Schnickschnack, wovon wir überhaupt keine Fans sind. Mum und ich sind uns zum Glück darin einig, dass es ein eindeutiges Zuviel an Sicherheitsbedürfnis gibt, wo es in einen Wahn ausartet (ich sag‘ nur Angelcare Matratzensensor … hört mir auf). Deshalb galt für unsere Babyphone-Suche, dass es nur wenige, wichtige Funktionen braucht und den Basis-Job zuverlässig erledigen muss.

Unsere Kriterien für die Babyphone-Auswahl waren:

  • Eine Möglichst große Reichweite, damit es nicht nur in unserer Wohnung, sondern auch quer übers Grundstück der Großeltern zuverlässig funkt.
  • Beide Teile müssen Batteriebetrieb zulassen, damit man es ganz flexibel einsetzen kann
  • Warnen bei niedrigem Batteriestand
  • Optische Geräuschanzeige, wenn man es mal in ganz leiser oder in sehr lauter Umgebung verwenden will.

Der Auswahlprozess war, wie ihr euch vorstellen könnt, schwierig, denn die Anzahl der Produkte riesig, ebenso wie die der Kundenbewertungen. Sehr geholfen hat mir neben Kundenbewertungen die Testeite babyphone-test.de. Auch Stiftung Warentest und chip.de sind lohnenswerte Rechercheseiten, erstere halt kostenpflichtig. Bei den billigen Produkten bin ich immer skeptisch, denn die Binsenweisheit „Wer billig kauft, kauft zweimal“ hat schon einen wahren Kern, auch wenn es immer Ausnahmen der Regel gibt. Meist hatten die ganz günstigen sowieso nur sehr rudimentäre Ausstattung, was uns eher in den mittleren Preisbereich zwischen 40 und 70 EUR lotste. Unsere Wahl des NUK „Eco Control“ war schließlich das Ergebnis aus positiven Testberichten, Nutzerbewertungen und einem akzenptablen Preis.

Weiterlesen

Equipment-Check #2: das Beistellbettchen, das ein Stubenwagen ist

BabybettchenIst es nun ein Beistelbettchen oder ein Stubenwagen? Da sind sich die Anbieter wohl untereinander nicht ganz einig. Es gibt die reinen Stubenwagen, die nur als Tagesbettchen gedacht sind und dann gibt es die reinen Beistellbettchen, die eine permanent offenen Seite haben, um am Elternbett angedockt zu bleiben. Die Hybriden, die nachts Beistellbettchen und tagsüber Stubenwagen sind, so wie unser Fabimax Pro oder der Hauptkonkurrent Babybay, werden mal so mal so angeboten. Von anderen Eltern werdet ihr auch oft nur „Babybay“ hören, denn dieser Markenname hat es zur Bezeichnung für die Produktkategorie gebracht, so wie Tempo bei den Taschentüchern. (Oder wie Maxicosi bei den Autoschalen und Manduca bei den Tragegeschirren.)
Weiterlesen

Das Gegenteil von planmäßig (Anekdote aus dem Vaterleben)

Es ist Samstag. Mum, Mini und ich machen einen Familiennachmittag in der Stadt. Eigentlich war für heute ein lange geplantes Familiendate inkl. kleinem Babyshooting angesetzt gewesen. Das wurde jedoch am Vortag abgesagt. Noch viel eigentlicher hätte ich heute die „Hanse-Spirit“ besucht, eine Spirituosen-Messe für Endverbraucher. Wäre da nicht das Familiendate bereits im Kalender gewesen. Das ja nun abgesagt worden war und das Schuld daran trägt, dass ich die Messe komplett aus den Augen und aus dem Sinn verloren habe. Erst jetzt werde ich wieder daran erinnert, als unser Spaziergang von der Innenstadt in Richtung Sternschanze an den Messehallen vorbeiführt. Da packt mich jetzt schon ein bisschen Sehnsucht und Wehmut, wie wir so mit dem Kinderwagen an den ganzen schlangestehenden Männern (ja, doch wohl sehr genderspezifisch, die Sache) vorbeicruisen. Das wäre sicher ein großer Verkostungs- und Fachsimpel-Spaß geworden. Naja, ist halt jetzt so.

Es ist Sonntag und es kommen andere Freunde zu uns zu Besuch. (Der Grund, weshalb die Hanse Spirit auch heute nicht drin gewesen wäre.) Die erwarten in wenigen Wochen ihr erstes Kind. Wir haben einen sehr schönen Nachmittag bei Speis und Trank und Klönschnack und sie nehmen uns einen ganzen Kofferraum voll Miniklamöttchen und Erstausstattung ab. Und dann komme ich plötzlich wie durch ein Wunder doch noch zu einem Messebesuch. Allerdings auf eine ganz andere. Die heißt „Babywelt – die Messe rund um ihr Kind“ und findet kommendes Wochenende statt. Ich habe auch keine Chance, mich davor zu drücken, weil sie uns ein for-free-Ticket überlassen haben, das sie selbst nicht mehr nutzen können. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt: Vielleicht baut man dort ja für die Väter in irgendeiner Ecke die Reste der Hanse-Spirit auf…

Equipment-Check #1: die Babywippe

BabywippeEine Babywippe hatten wir zuerst gar nicht auf dem Zettel. Wir wussten überhaupt nichts von der Existenz dieses Produkts. Ob uns die Anschaffung dann von Freunden empfohlen wurde oder ob Mum selber darauf gestoßen ist, kann ich nicht mehr sagen. Auf jeden Fall war Mini bereits ein paar Wochen auf der Welt, als wir uns nachträglich entschlossen haben, eine zu kaufen. Der Grund: Wir vermissten etwas, um Mini einfach flexibel in der Wohnung dorthin mitzunehmen, wo wir uns gerade aufhielten. Der Stubenwagen war dafür zu sperrig und darin liegend konnte sie auch nicht richtig beobachten, war nicht wirklich „dabei“. Ein Tragetuch wiederum schränkt einen sehr in der Bewegungsfreiheit ein und wirklich sehen kann Mini darin auch nichts. Deshalb: Eine handliche, bequeme Babywippe musste her. Wir dachten, wir probieren es mal aus und falls sie nix taugt verkaufen wir sie eben wieder. Der Deal über ebay Kleinanzeigen klappte sehr spontan und wir waren schon bei den Verkäufern vor Ort von der Wertigkeit des Teils angetan. Zuhause hat sich die Babywippe dann von Minute eins an bewährt.

Weiterlesen

Erstausstattung fürs Baby: Tipps und Erfahrungsberichte

Die Liste für die Erstausstattung fürs Baby, die man sich vor der Geburt anlegt, ist lang. Auch gnadenlos, denn sie wird nicht kürzer. Hat man den Kinderwagen, den Stubenwagen, die Babyschale fürs Auto (kurz: Maxicosi), Tragegurt/-tuch, einen Stapel Strampler, eine Tonne Windeln in Größe „bis 4 Kilo“ plus entsprechendes Wickeltischzubehör, den Wickeltisch selbst, das Babyphon, die Babybadewanne und diverse weitere Essentials auf Halde, kommt die Überraschung: Die Liste hat sich für jede gestrichene Position um zwei neue Positionen verlängert. Eine Shopping-Hydra könnte man sagen.

Einer der Grund dafür: Es gibt immer noch etwas, was man nicht besitzt. Man kann ja schlecht alles besitzen. Aber das scheint der erklärte Zielzustand zu sein. Von so Vielem hört man, das sei „total praktisch“ oder „empfehlenswert“ oder „sicherer“… hier kommt der zweite Punkt für die Gnadenlosigkeit der Erstaustattungsliste ins Spiel: Wir Eltern selbst. WIr sind so unglaublich leicht zu verängstigen und zu verführen. „Ach ist das niedlich, das nehm ich mit.“ Ich will jetzt keine Geschlechterklischees eröffnen – außer, dass ich es ein kleines Bisschen doch will – wenn ich sage: Vor allem die werdenden oder die soeben gewordenen Mütter sind ganz schlecht in der Disziplin „widerstehen“. Das macht aber nichts. Die dürfen das. Denn erstens werden wir Männer Muttergefühle naturgemäß niemals gänzlich nachvollziehen können und zweitens haben die Mütter neun Monate lang Känguruh gespielt, worauf dann mindestens ein Jahr lang Milchbar spielen folgt. Deshalb, liebe Männerkollegen, nehmt euch diesen Rat zu Herzen: Was auch immer die (werdende) Mutter eures Babys für das Kleine kauft, es ist grundsätzlich „süß“ oder „absolut sinnvoll“, oft beides, aber in jedem Fall „ein toller Kauf“. Das ist kein fehlendes Rückgrat eurerseits, sondern die hohe Kunst der Diplomatie.
Weiterlesen

Rollin‘, rollin‘ – Lifehack am Kinderbettchen

Nachdem kürzlich der wahrscheinlich weltweit erste Bounce-Balken in unserer Wohnung installiert wurde, setzte ich vergangenen Samstag erneut die Heimwerkerkönig-Krone auf: Das Kinderbettchen brauchte mehr Power. Konkret heißt das, es brauchte dringend Räder an seinen Standfüßen, weil es in den beengten Verhältnissen des Kinderzimmers vor und zurückrollen können muss, damit man Mini bequem ablegen (oder überhaupt ablegen) kann und danach das Bettchen samt Baby in seine Ecke zurückschieben, damit sie nicht direkt unterm Fenster steht.

Was ist das für 1 Bett? Ein IKEA Kinderbett, Modell Kåineahnung, aus schönem, unlackierten Holz (ich würde raten, es ist Buche). Wir hatten es Freunden für nen Zehner oder so abgekauft. Die Räder haben den Wert also verdoppelt, meine Arbeitszeit hat ihn ins Unermessliche getrieben. Weiterlesen

„Erstausstattung“ heißt: Erst ausstatten, dann fragen.

Mum inmitten der Erstaustattung

Mini ist etwa 42 cm groß und spielt noch Alien.
Ihr Kleiderschrank umfasst jedoch schon mehr als meiner.
Mum shoppt und näht, Oma strickt, Dad darf alles „süß“ finden.
Da wird Mum vor lauter Vorfreude ganz unscharf.

Lesen ist die beste Droge, sprach der Superpädagoge.

Als werdender Erstlings-Vater denkt man ja, dass man auf einem Babyflohmarkt hauptsächlich Muttertieren im Weg steht und unfreiwillig für Amüsement sorgt, wenn man  nicht weiß, wofür dieser Stofffetzen da gut ist. Mit dieser Erwartung liegt man auch goldrichtig. Doch hier und da werden auch Dinge feilgeboten, mit denen selbst Männer umgehen können, wie Spielsachen und Bücher. Mein Auge fiel auf ein ganz besonders lustiges Kinderbuch: „Koks, der Drache“. Der Autor muss entweder extrem unbedarft oder unglaublich druff gewesen sein.

Koksdrache Ich glaube, letzteres war der Fall. Denn ein Drache, der Koks heißt und nicht feuerspuckt, sondern ein Zippo auf der Nase hat, das ist schon sehr Lewis Caroll. (Dass „Alice im Wunderland“ das Ergebnis eines ausgedehntes LSD-Trips war, ist ja hinlänglich bekannt.) Der eine Euro war alleine wegen dem Titel gut investiert.

Die Anschlusslektüre steht auch längst im Bücherregal:

Motörhead

© 2019

Theme von Anders NorénHoch ↑