Schlagwort: Urlaub

Familienurlaub 2018, Teil II: Eine Woche auf dem Bauernhof

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

Wie im Bilderbuch: Menschenkind füttert Mäh-Kind.

In Teil 1 meiner diesjährigen Familienurlaub-Serie hatte ich es ja bereits schamlos gespoilert, denn es war schon in trockenen Tüchern: Unser erster Familienurlaub 2018 führt uns auf einen Bauernhof in der Lüneburger Heide. Die Regel mit dem Spannungsbogen beim Textaufbau missachte ich jetzt komplett, denn ich muss es loswerden: Wir haben dieses Mal alles richtig gemacht! Wir glaubten, es würde automatisch ein entspannter Urlaub, wenn das Kind ausgelastet und damit ausgeglichen ist – und hatten Recht. Zudem hat sich unsere Ahnung bestätigt, dass auch wir Eltern einen echten Bauernhofurlaub mit ohne Zivilisation, dafür mit viel Stallgeruch, abfeiern werden. Die Woche war einfach wunderschön. In jedem Punkt.

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Nachsitzen mit Strafarbeit: Flüge vergleichen

Heute gehen wir seit langem mal wieder komplett Offtopic. Ich muss mich mal eben konstruktiv aufregen. Wie ihr aus meinem letzten Artikel wisst, habe ich mich gerade intensiv mit dem Thema Familienurlaub auseinandergesetzt. Was mich dieses Mal wirklich den letzten Nerv gekostet hat, war die Flugsuche. Ich spoilere mal den Teil II meiner „Familienurlaub 2018“-Serie: Es geht darum, von Hamburg nach Südfrankreich zu fliegen. Was als Direktflug anscheinend nur mit easyjet möglich ist, an nicht allen Wochenentagen und zu teilweise beschissenen Zeiten. Wir leben tatsächlich in Hör- und Sichtweite eines Großstadtflughafens, der den gesamten französischen Süden nur mit dieser einen Verbindung als Direktverbindung bedient. Die Suche nach in Sachen Flugzeiten und Reisedauer halbwegs familienfreundlichen Alternativen führte mich zu den großen Markenfluglinien, bei denen das Ticket gern mal so viel kostet wie ein Flugzeug. Es war eine echte Strafarbeit. Hätte mir ne Sauerstoffmaske über dem Schreibtisch gewünscht.

Flüge suchen schwer gemacht

Findet eigentlich noch jemand außer mir, dass die Flugsuche, beziehungsweise Flugpreise vergleichen, eine absolut fürchterlich disfunktionale Angelegenheit ist? Die laut Fernsehwerbung ach so einfache schnelle Flugsuche ist in Wirklichkeit ein scheiß Alptraum, finde ich. Ich habe sie alle benutzt: fluege, momondo, expedia, swoodoo, opodo, kiwi – kannste in die Tonne treten, alle zusammen in eine. Unzureichend berücksichtigte Suchvorgaben und vieldeutige Preisangaben in den Ergebnissen machen die Sache langwierig und umständlich. Keines dieser Suchportale lieferte mir das, was sie eigentlich versprechen: übersichtliche, schnelle Flugsuche und erst recht nicht den günstigsten Flug!

Der falsche Preis

Korrigiert mich, aber nach meiner Definition ist das günstigste Angebot jenes, das mich am wenigsten Geld kostet. Wie die das definieren, weiß ich nicht, ich weiß nur, dass es mich bei einer Plattform ca. 50 Euro mehr gekostet hätte, den Flug über die Plattform zu buchen, anstatt auf der Airline-Website direkt. Der Grund: Günstiger ist der Flug über die Platform nur, wenn ich die Bezahlung mit deren todesdämlicher Promotion-Kreditkarte vornehme, also eine „Mopodopedia VISA Prepaid deluxe“ oder so. Ja, Prepaid, das ist tatsächlich die Kartenart gewesen. Wer will schon sowas? In diesem Falle wären 90 Euro Rabatt abgezogen worden und nur so wäre der Preis günstig gewesen. Natürlich ist DAS der Preis, der in den Suchergebnissen präsentiert wird, weil diese nichtsnutzige Karte per Default als Zahlungsmittel eingestellt ist. Natürlich hätte ich das Zahlungsmittel in den Suchparametern vorab ändern können, wäre mir das Problem bewusst gewesen, aber: Wie viele blöde Parameter soll ich denn noch ändern?

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Hochzeitsreise, dritter Teil – Roadtripping und Waldlaufing

Frauchen und ich standen mit einem Bündel anderer deutscher Touristen auf dem Hof des Wohnmobilvermieters. Wir hatten hier bereits den halben Tag verbracht. Nach langem Warten kam die langwierige Einweisung in die Bedienung des „RV“ (Recreational Vehicle), unterbrochen von überflüssigen Fragen und noch viel überflüssigeren Witzen der unangenehm aufgedrehten Sportsocken-in-Sandalen-Cowboys und ihren Frauen. Wir machten drei Kreuze, als wir nach Stunden endlich die Schlüssel in der Hand hielten und Starterlaubnis hatten. Was hatte ich mich auf diesen Augenblick unserer Hochzeitsreise gefreut. Als großer Fan großer amerikanischer Autos liebe ich das blubbernde Grollen eines überdimensionierten V8-Motors fast so sehr wie die Stimme meiner Frau. (Fast, sagte ich!) Und weil wir in Kanada sind, steht auf unserem Gefährt nicht „Hymer“, sondern „Adventurer“ und es verfügt nicht über vernünftige 4 Zylinder, die sich mit effizienten 2000 ccm abmühen – nein. Beim sanften Druck aufs Gas räuspern sich 8 Pötte aus den Tiefen ihrer 5,4 Liter Hubraum. Ich könnte glatt Pipi in den Augen kriegen, doch wir manövrieren mal lieber schnell vom Hof, bevor noch jemandem was einfällt. Gänsehaut ist aber drin.

Unser Hochzeitsreise-Mobil (Ford E-350)

Unser Hochzeitsreisemobil (Ford E-350) – Dad likes!

Wir rüsteten uns noch schnell mit Lebensmitteln für die ersten paarhundert Kilometer. Nur das mit dem Alkoholvorrat müssen wir nochmal neu angehen. Noch nichtmal ein Feierabendbier findet sich im Supermarkt, sowas verkaufen ausschließlich Liquor Stores. Na erstmal muss es überhaupt Feierabend werden. Also wieder Blubbermotor an und rauf auf den Trans Canada Highway. Der führt tausende Kilometer von der West- bis an die Ostküste und wir nehmen jetzt die Auffahrt in Richtung bestem Roadtrip aller Zeiten. Ohne feste Reiseroute und schon gar nicht mit festem Zeitplan. Wir wissen nur, wir haben 1700 km inklusive, 11 Tage Zeit und wir wollen definitiv den Banff National Park sehen.
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